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„Ah! für mich iſt es ſtets die Stimme des Vaterlan⸗ des, die mich ruft,“ ſprach Jean.
„Jean,“ erwiederte Pierre Peuqoy,„das Vaterland iſt der Herd im Großen, es iſt die vervielfältigte Familie, die erweiterte Verbrüderung. Doch gebührt es ſich, ihm die andere Verbrüderung, den andern Herd, die andere Familie zu opfern?“
„Mein Gott! worauf zielſt Du denn ab, Pierre?“ fragte Babette.
„Höre? in den rohen, plebejiſchen Arbeiterhänden Deines Bruders, Babette, ruht vielleicht in dieſer Minute das Schickſal von Calais. Ja, dieſe armen, durch die Arbeit jedes Tages geſchwärzten Hände können dem König von Frankreich den Schlüſſel von Frankreich zurückgeben.“
zUnd ſie zögern!“ rief Bahette, welche wirklich mit der Muttermilch den Haß gegen das fremde Joch einge⸗ ſogen hatte.
„Ah! edles Mädchen,“ ſprach Jean Peugoh,„Du warſt wohl unſeres Vertrauens würdig.“
„Weder mein Herz, noch meine Hände würden zögern,“ erwiederte Pierre,„wenn ich die Möglichkeit hätte, un⸗ mittelbar ſeine Stadt dem König Heinrich 1I. oder ſei⸗ nem Stellvertreter dem Herzog von Guiſe zu überliefern. Aber die Umſtände ſind ſo beſchaffen, daß wir genöthigt hten, uns der Vermittlung von Herrn d'Ermés zu be⸗ ienen.
al en*“ fragte Babette erſtaunt über dieſen Vor⸗ ehalt. „So glücklich und ſtolz ich wäre, zu dieſer großen andlung mich mit demjenigen zu verbinden, der unſer Gaſt war, und deſſen Stallmeiſter mein Schwager werden
llte, eben ſo ſehr würde es mir widerſtreben, dieſe Ehre
dem gewiſſenloſen Edelmann zu erweiſen, der zum Raube unſerer Ehre beigetragen hätte.“
„Er, Herr d'Ermos, der Mitleidige, der Rechtſcha fene!“ rief Babette.


