Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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d'Exmos vor einem Monat nach Calais ſandte, brachte uns von Deinem Verführer durchaus keine Nachricht, doch nun ſind die Franzoſen vor unſern Mauern. Der Vicomte d'Exmes und ſein Stallmeiſter ſind bei ihnen, bilde ich nir in

„Sagt, es ſei gewiß, Pierre,“ unterbrach ihn der brave Jean Peugoy.

„Ich werde Euch hierin nicht widerſprechen, Jean. Nehmen wir alſo an, Herr d'Exmos und ſein Stallmei⸗ ſter ſeien nur durch die Mauern und Gräben, die uns beſchützen, oder vielmehr die Engländer beſchützen, von

uns getrennt. Wenn wir ſie wiederſehen, wie denkſt Du,

daß wir uns in dieſem Fall gegen ſie benehmen müſſen, Babette? Werden ſie Freunde oder Feinde für uns ſein 2“

„Was Du thun wirſt, mein Bruder, wird wohl ge⸗ than ſein,“ ſprach Babette erſchrocken über die Wendung, die das Geſpräch nahm.

„Aber, Babette, muthmaßeſt Du nſchts über ihre Abſichten?“

„Nichts, mein Gott! ich warte.“

„Du weißt alſo nicht, ob ſie kommen, um Dich zu retten oder um Dich zu verlaſſen, und ob der Kanonendon⸗ ner, der meinen Worten als Begleitung dient, Befreier, die man ſegnen, oder Ehrloſe, die man beſtrafen muß, ankündigt? Du weißt nichts, Babette?“ 5

„Ah! warum fragſt Du mich das, mich entwürdig⸗ tes Mädchen ohne Geiſt, das nur beten und ſich in ſein Schickſal zu ergeben weiß?“ 3

„Warum ich Dich dies frage, Babette? Höre, Du erinnerſt Dich, in welchen Gefühlen unſer Vater uns in

Beziehung auf Frankreich und die Franzoſen erzogen hat. Die Engländer ſind für uns nie Landsleute, ſondern Un⸗

terdrücker geweſen, und vor drei Monaten hätte meinen Ohren keine Muſik angenehmer geklungen, als diejenige, welche in dieſem Augenblick ertönt.“ 6

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