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„Setze Dich, Babette,“ ſprach Pierre, indem er auf einen für ſie bereitſtehenden Stuhl deutete.
Dann fuhr er ſanft aber ernſt fort:
„Am Anfang, als Du, beſiegt durch unſer Drängen und unſere Unruhe, uns die traurige Wahrheit geſtan⸗ deſt, war ich, ich erinnere mich deſſen mit Bedauern, nicht Meiſter einer erſten Bewegung des Zorns und des Schmer⸗ zes; ich ſchmähte Dich, ich bedrohte Dich ſogar, doch Jean trat zum Glück vermittelnd zwiſchen uns.“
„Er ſei geſegnet für ſeinen Edelmuth und ſeine Nach⸗ ſicht!“ ſprach Babette, indem ſie ihr in Thränen gebade⸗ tes Auge ihrem Vetter zuwandte.
„Sprecht nicht hievon, Babette,“ verſetzte Jean be⸗ wegter, als er es ſcheinen wollte.„Was ich gethan habe, iſt ganz einfach, und es ließ ſich im Ganzen Euern Lei⸗ nicht dadurch abhelfen, daß man Euch neue aufer⸗ egte.“
„Das habe ich begriffen,“ ſagte Pierre.„Ueberdies rührten mich Deine Thränen und Deine Reue, Babette; meine Wuth beſänftigte ſich zum Mitleid, mein Mitleid zur Zärtlichkeit, und ich verzieh Dir den Flecken, den Du
unſerem bis dahin fleckenloſen Namen gemacht haſt.“
„Jeſus wird gut gegen Dich ſein, wie Du es gegen mich geweſen biſt, mein Bruder.“
„Und dann,“ fuhr Pierre fort,„dann bemerkte mir Jean auch, Dein Unglück wäre vielleicht nicht ohne Ge⸗ genmittel, und derjenige, welcher Dich in den Fehler hin⸗ eingezogen, ſei verpflichtet, Dich auch wieder herauszu⸗
ehen.
zieh Babette beugte erröthend ihre Stirne. Wenn ein Anderer als ſie an die Wiederherſtellung ihrer Ehe glaubte, ſo glaubte ſie nicht daran.
Pierre ſprach weiter:
„Trotz der Hoffnung, Deine Ehre und die unſrige
wiederhergeſtellt zu ſehen, die ich mit Entzücken aufnahm,
ſchwieg Martin⸗Guerre beſtändig, und der Bote, den Herr


