Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Werdet Ihr Verſtärkung von England kommen laſſen?“ fragte Lord Derby.

„Wozu?“ erwiederte ſtolz der Gouverneur.„Wenn dieſe Unbeſonnenen bei ihrer Unklugheit beharren, ſo wer⸗ den vor drei Tagen und während Nieullay ſie im Schach hält, die ſpaniſchen und engliſchen Truppen, welche ſich in Frankreich befinden, uns von ſelbſt zu Hülfe kommen. Bleiben dieſe ſtolzen Eroberer ganz und gar halsſtarrig, ſo bringt uns in vierundzwanzig Stunden eine nach Dover überſchickte Nachricht zehntauſend Mann. Doch bis dahin wollen wir ihnen nicht durch zu viel Angſt zu viel Ehre erweiſen. Unſere neunhundert Soldaten und unſere guten Mauern ſollen ihnen genug zu ſchaffen machen. Sie werden nicht weiter kommen, als bis zur Brücke von Nieullay.“

Am andern Tag, am 1. Januar 1558, waren in⸗ deſſen die Franzoſen ſchon an dieſer Brücke, welche ihnen Lord Wentworth als letztes Ziel bezeichnete. Sie hatten in der Nacht den Laufgraben eröffnet, und am Mittag ſchoſſen ihre Kanonen das Fort von Nieullay Breſche.

Bei dem furchtbaren und regelmäßigen Lärmen zweier donnernder Artillerien ereignete ſich eine feierliche, trau⸗ rige Familienſcene in dem alten Hauſe von Peuqoy.

Die dringenden von Pierre Peugoy an den Boten von Gahriel gerichteten Fragen haben den Leſer ohne al⸗ len Zweifel ſchon belehrt; Babette hatte ihrem Bruder und ihrem Vetter ihre Thränen und die Urſache ihrer Thränen nicht länger verbergen können.

Sie war in der That nicht halb unglücklich, die Arme! Der Ruf, den ihr der vorgebliche Martin⸗Guerre ſchuldete, war nicht allein für ſie nothwendig, ſondern auch für ihr Kind.

Babette Peugoy ſollte Mutter werden.

Während ſie indeſſen ihren Fehler und die harte Folge ihres Fehlers geſtand, hatte ſie Pierre und Jean