Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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Diana mit ſtolzem Tone,„und ich kenne in der That hochherzige Wahnfinnige, welche vor dieſer erhabenen Un⸗ gereimtheit aus Ruhmbegierde oder einfach aus Ergeben⸗ heit nicht zurückweichen würden.“

„Oh! ja, Herr d'Ermos zum Beiſpiel!“ rief Lord Wentworth, fortgeriſſen von der Wuth der Eiferſucht, die er zu bemeiſtern nicht im Stande war.

„Wer hat Euch dieſen Namen genannt?“ fragte Frau von Caſtro erſtaunt.

„Dieſen Namen. geſteht es, Madame, daß Ihr ihn ſeit dem Anfang unſeres Geſpräches auf den Lippen habt, und daß Ihr in Eurem Geiſte zu gleicher Zeit mit Gott und Eurem Vater dieſen dritten Befreier anriefet.“

„„Habe ich Euch von meinen Gefühlen Rechenſchaft zu geben?“

„Gebt mir von nichts Rechenſchaft, ich weiß Alles.

Ich weiß, was Euch ſelbſt unbekannt iſt, Madame, und was mir Euch heute mitzutheilen beliebt, um Euch zu zeigen, wie ſich auf dieſe romanhaften Verliebten bauen läßt! Ich weiß vor Allem, daß der Vicomte d'Exmos, zugleich mit Euch in Saint⸗Quentin zum Gefangenen ge⸗ macht, zu gleicher Zeit mit Euch nach Calais geführt worden iſt.“

„Iſt es möglich!“ rief Diana im höchſten Maße er⸗ aunt.

„Ohl er iſt nicht mehr hier, Madame, ſonſt würde ich es Euch nicht ſagen. Seit zwei Monaten iſt Herr d'Ermös frei.“

„Und ich wußte nicht, daß ein Freund mit mir, ſo nahe bei mir litt!“

„Ja, Ihr wußtet es nicht, doch ihm war es nicht unbekannt,“ ſprach der Gouverneur.„Ich muß ſogar geſtehen, daß er ſich, als er es erfuhr, in furchtharen Drohungen gegen mich ausgelaſſen hat. Er hat mich nicht nur zum Duell herausgefordert, ſondern, wie Ihr es mit

einer wunderbaren Sympathie vorhergeſehen, ſeine Liebe

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