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der Gouverneur von Calais vom Vicomte d'Ermés ſo ſcharf und hochmüthig ſprach.
Dies geſchah, weil ihn Frau von Caſtro immer mehr zu haſſen ſchien.
Ließ er ſie um Erlaubniß bitten, ihr einen Beſuch machen zu dürfen, ſo fand ſie ſtets Vorwände, um ihn nicht empfangen zu müſſen. War ſie aber zuweilen ge⸗ nöthigt, ſeine Gegenwart zu ertragen, ſo verrieth ihr eiſiger, ceremoniöſer Empfang nur zu klar ihre Gefühle gegen ihn und machte ihn immer troſtloſer.
Er ermüdete jedoch noch nicht in ſeiner Liebe. Ohne etwas zu hoffen, verzweifelte er varum doch noch nicht. Er wollte wenigſtens für Diana der vollkommene Edel⸗ mann bleiben, der am Hofe von Maria von England den Ruf der feinſten Courtviſie zurückgelaſſen hatte. Er überhäufte ſeine Gefangene mit Zuvorkommenheiten. Sie wurde mit fürſtlichen Rückſichten, mit fürſtlichem Lurus bedient. Er gab ihr einen Pagen. Er engagirte für ſie einen von den im Jahrhundert der Renaiſſance ſo ſehr geſuchten und beliebten italieniſchen Muſikern. Diana fand
uweilen in ihrem Zimmer Geſchmeide und Anzüge von dem größten Werthe; Lord Wentworth hatte dieſelben aus
London für ſie kommen laſſen; aber ſie ſchaute ſie nicht
einmal an.
Einmal gab er ihr zu Ehren ein großes Feſt, wozu
er Alles, was von vornehmen Engländern in Calais und in Frankreich war, einlud. Seine Einladungen gingen ſo⸗ gar über den Kanal. Doch Frau von Caſtro weigerte ſich hartnäckig, dabei zu erſcheinen.
So viel RKälte und Verachtung gegenüber, wiederholte ſich Lord Wentworth jeden Tag, es wäre ſicherlich beſſer für ſeine Ruhe, wenn er das königliche Löſegeld, das ihm Heinrich 1I. anbot, annehmen und Diana in Freiheit ſetzen würde. Dies hieß aber zugleich ſie der glücklichen Liebe von Gabriel dErmes zurückgeben, und der Engländer fand i
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