Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Bei meiner Treue!“ erwiederte der Bote,„ich begreife nicht ein Wort von Euren Reden.“

„Es iſt hinreichend, Jean, Ihr müßt genug haben!“ rief Pierre Peugoy, deſſen Augenſtern ſich mit einem Blitze der Entrüſtung entflammte.„Bei dem Andenken meines Vaters! ich begreife nicht, welches Vergnügen Ihr haben könnt, bei der Schande, die man uns an⸗ thut, zu verharren!“

Jean neigte ſchmerzlich das Haupt, ohne etwas beizufügen.

„Wollt Ihr das Geld zählen, Meiſter?“ fragte der Bote ziemlich verlegen über ſeine Rolle.

„Es iſt nicht der Mühe werth,“ erwiederte Jean ruhiger, wenn auch nicht minder traurig, als Pierre. „Nehmt dies für Euch, Freund. Ich will Euch auch zu eſſen und zu trinken bringen laſſen.“

„Ich danke für das Geld,“ antwortete der Bote, der es indeſſen nur mit einer gewiſſen Unbehaglichkeit zu nehmen ſchien.„Was das Eſſen und Trinken be⸗ trifft, ſo habe ich weder Hunger, noch Durſt, denn ich frühſtückte vor Kurzem erſt in Nieullay. Ich muß auf der Stelle wieder abreiſen, denn Euer Gouverneur hat mir verboten, lange in der Stadt zu verweilen.“

„Wir halten Euch alſo nicht zurück, Freund,“ ſprach Jean Peugoy.„Gott befohlen! Sagt Martin⸗Guerre... Doch nein! ihm haben wir nichts zu ſagen... Sagt nur Herrn d'Erméès, wir danken ihm und erinnern uns des 5. Doch wir hoffen, er werde ſich ſeinerſeits auch erinnern.“

„Hört noch,“ fügte Pierre Peugoy bei, der einen Au⸗ genblick aus ſeinem düſtern Nachſinnen erwachte.„Ihr mö⸗ get auch Eurem Herrn ſagen, wir werden beharrlich einen ganzen Monat warten. In einem Monat könnt Ihr nach Paris zurückkehren, und kann er Jemand hierher ſchicken. Wenn aber das laufende Jahr zu Ende iſt, ohne daß wir Nachricht von ihm erhalten, ſo werden