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mir dieſes Geld zu übergeben, ohne etwas für mich bei⸗ zufügen?“
Pierre, ſo nannte ſich der Abgeſandte, ſchaute Lord Wentworth mit einer Miene des Erſtaunens an, welche ſeinen natürlichen Mitteln fortwährend wenig Ehre machte.
„Mylord,“ ſagte er endlich,„ich habe nichts bei Euch zu thun, als Euch dieſes Löſegeld zu übergeben. Mein Herr hat mir wenigſtens nichts ſonſt befohlen, und ich be⸗ greife nicht.„
„Schon gut!“ unterbrach ihn Lord Wentworth mit einem verächtlichen Lächeln.„Der Herr Vicomte iſt dort verpünftiger geworden, wie ich ſehe. Ich wünſche ihm Glück dazu. Die Luft des Hofes von Frankreich macht vergeſſen; glücklich diejenigen, welche ſie einathmen.“
Er murmelte mit leiſer Stimme, als ſpräche er mit ſich ſelbſt:
„Vergeſſen iſt vft die Hälfte des Glücks!“
„Hat mir Mylord nichts an meinen Herrn aufzutra⸗ gen?“ fragte der Bote, der mit einer ſehr ſorgloſen und ziemlich albernen Miene die ſchwermüthigen Beiſeitreden des Engländers zu hören ſchien.
„Ich habe Herrn d'Ermös nichts zu ſagen, da er mir nichts ſagt,“ erwiederte Lord Wentworth trocken.„Meldet ihm indeſſen, wenn Ihr wollt, daß ich noch einen Monat, bis zum 1. Januar, warten und als Edelmann ſo wie als Gouverneur von Calais zu ſeinen Befehlen ſein werde. Er wird begreifen.“
„Bis zum 1. Januar?“ wiederholte Pierre.„Ich werde es ihm ſagen.“
„Gut! hier iſt Euer Empfangſchein; dabei für Euch eine kleine Entſchädigung für die Mühe der langen Reiſe⸗ Nehmt, nehmt doch!“
Der Mann ſchien Anfangs zu zögern, beſann ſich aber eines Andern, und nahm die Börſe, die ihm Lord Wentworth bot.


