treten, an dem großen Thor vorüber, das man ihm hart⸗ näckig und genau bezeichnet hatte, um immer wieder alberner Weiſe an Schlupfpforten und verbotene Thüren zu klopfen; ſo daß der Dummkopf am Ende rein um⸗ ſonſt beinahe den ganzen Weg über die äußeren Boule⸗ vards der Feſtung machte. Endlich wollte er ſich durch Unterweiſungen, von denen eine immer genauer war als die andere, auf den rechten Weg bringen laſſen, und ſchon in jener entfernten Zeit war die magiſche Gewalt der Worte:„Ich bringe zehn⸗ tauſend Thaler für den Gouverneur,“ ſo groß, daß man,
nach Erfüllung der ſtreng vorgeſchriebenen Maßregeln, nachdem man unſern Mann durchſucht und die Befehle von Lord Wentworth eingeholt hatte, den Ueberbringer
einer ſo achtenswerthen Summe gern in Calais einließ. Entſchieden iſt nur das goldene Jahrhundert kein ſil⸗
bernes Jahrhundert geweſen!
Der unverſtändige Abgeſandte von Gabriel verirrte
ehe er das Hotel des Gouverneurs fand, das ihm doch mitleidige Seelen hundertmal wieder zeigten. Bei jeder
Wachtflube, die er traf, ſchien er zu glauben, hier müſſe er nach Lord Wentworth fragen, und jedes Mal lief er
nach dieſer Seite.
Nachdem er eine Stundt vergeudet hatte, um einen
Weg zu machen, zu dem jeder Andere zehn Minuten ge⸗
braucht hätte, erreichte er endlich das Hotel des Gouver⸗
neurs.
Er wurde ſogleich bei Lord Wentworth eingeführt, der ihn, an dieſem Tage bis zu tiefer Traurigkeit gebracht, mit ernſter Miene empfing.
Als er den Gegenſtand ſeiner Botſchaft erklärt und auf den Tiſch einen von Gold aufgeſchwollenen Sack ge⸗
legt hatte, fragte ihn der Engländer: „Hat Euch der Vicomte d'Erméès nur beauftragi,
ſich noch mehr als einmal in den Straßen von Calais,
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