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nie mehr einer gegen zwei oder drei, ſondern immer einer gegen zehn zu ſchlagen.“
„Gut! gut!“ ſprach Gabriel.
Derjenige, welcher hinter Pilletrouſſe kam, war ein bleicher, ſchwermüthiger, ſorgenvoller Menſch, der das Weltall mit Traurigkeit und Entmuthigung anzuſchaun ſchien. Das düſtere Siegel ſeines Geſichtes wurde beſon⸗ ders durch Narben vervollſtändigt, mit denen es breit und reichlich benäht war.
Martin ſtellte dieſen ſiebenten und letzten Rekruteſ unter dem traurigen Namen Malemort vor.
„Der Herr Vicomte d'Exmös würde ſich in der That eine Schuld aufladen, wenn er den armen Malemort nicht annähme,“ ſagte Martin Guerre.„Malemort iſt von einer aufrichtigen und tiefen Leidenſchaft für Bellona erfüllt, um ein wenig mythologiſch zu ſprechen. Doch dieſe Leidenſchaft iſt bis jetzt ſehr unglücklich geweſen. Er hat einen unleugbaren, ſchalf ausgeſprochenen Geſchmack für den Krieg; er gefällt ſich nur in Kämpfen, er iſt nur glücklich bei einem ſchönen Blutbad„„und hat leider bis jetzt ſein Glück nur mit dem Ende der Lippen gekoſtet! Er ſtürzt ſich ſo blinvlings und wüthend ins Gefecht, daß er ſtets beim erſten Sprung eine Schmarre erhält, die ihn auf die Seite wirft und von Anfang in die Ambulanz verbannt, wo er den Reſt der Schlacht ſeufzt. weniger über ſeine Wunde, als über ſeine Abweſenheit. Sein ganzer Körper iſt gleichſam nur eine Wunde; doch er iſt, Gott ſei Dank! kräftig und erhebt ſich bald wieder. Nur muß er eine andere Gelegenheit abwarten. Dieſes oft lange un⸗ geſtillte Verlangen untergräbt ihn mehr, als das Blut, das er ſo glorreich vergoſſen. Der gnädige Herr ſieht, daß es eine Gewiſſensſache wäre, dieſen ſchwermüthigen Streiter von einer Freude auszuſchließen die er ihm mit ge⸗ genſeitigem Vortheil verſchaffen kann.“
„Ich nehme auch Malemort mit Begeiſterung an, mein guter Martin,“ ſagte Gabriel.


