Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Der Folgende heißt Pilletrouſſe,“ ſagte Martin⸗ Guerre.„Hier iſt er.“

Eine Art von Räuber mit wilder Miene und zerriſſenen Kleidern trat ein; er wiegte ſich verlegen und wandte die Augen von Gabriel wie von einem Richter ab.

„Warum erſcheint Ihr verſchämt, Pilletrouſſe?“ fragte ihn Martin⸗Guerre mit freundlichem Tone.„Der gnävige Herr hier hat Leute von Muth von mir verlangt.

Ihr ſeid etwas. ausgeſprochener, als die Andern,

aber Ihr braucht im Ganzen nicht zu erröthen.“ Hierauf wandte er ſich mit ernſtem Weſen an ſeinen errn und fuhr fort:

„Pilletrvuſſe, gnädiger Herr, iſt, das was wir einen Stegreifritter nennen. In dem allgemeinen Feldzug gegen die Spanier und Engländer hat er beinahe nur für eigene Rechnung Krieg getrieben. Pilletrouſſe ſtreift auf unſeren Landſtraßen umher, welche zu dieſer Stunde voll von fremden Plünderern ſind, und Pilletrouſſe plündert die Plünderer. Seine Landsleute verſchont er nicht nur, ſon⸗ er beſchützt ſie ſogar. Pilletrouſſe erobert alſo, er raukt

nicht. Nichtsdeſtoweniger hat er es für nöthig erachtet,

ſein fahrendes Gewerbe zu regeln und die Feinde Frank⸗ reichs minder willkührlich zu beunruhigen. Und ſo hat er auch voll Eifer das Anerbieten, ſich unter dem Banner des Vicomte d'Ermos einzureihen, ergriffen.“ „Und ich nehme ihn unter Deiner Bürgſchaft an, Martin⸗Guerre,“ erwiederte Gabriel,„doch unter der Be⸗ dingung, daß er fortan zum Schauplatz ſeiner Thaten nich mehr die Landſtraßen oder Fußwege, ſondern die befeſtigten Städte und die Schlachtfelder wählt.“ „Danke dem gnädigen Herrn, Burſche!“ ſagte zu vem Straßenläufer Martin⸗Guerre, der eine Vorliebe fü den Schelm zu haben ſchien.* 2 „Oh! ja, gnädiger Herr, ich danke,“ rief illetroufft mit Begeiſterung.„Ich verſpreche Euch, mich in Zukunft

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