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ſeiner weißen Hand ſeinen zarten ſchwarzen Schnurrbart ſtreichelnd. 3
Zwei blonde, ſteife, ruhige Coloſſe folgten ihm. Der eine ſchien ungefähr vierzig, der andere kaum vier und zwanzig Jahre alt zu ſein.
„Heinrich Scharfenſtein und Franz Scharfenſtein, ſein Neffe,“ meldete Martin⸗Guerre.
„Teufel! was für Leute ſind das!“ ſagte Gabriel geblendet.„Wer ſeid Ihr, meine Braven?“
„Wir verſtehen nur ein wenig das Franzöſiſche,“ erwiederte in deutſcher Sprache der Aeltere von den Co⸗ loſſen.
„Wie?“ fragte der Vicomte d'Ermos.
„Wir verſtehen das Franzöſiſche ſchlecht,“ ſagte der jüngere Rieſe.
„Es ſind deutſche Reiter,“ ſprach Martin,„im Ita⸗ lieniſchen Condottieri, im Franzöſiſchen Soudards. Sie verkaufen ihre Arme an denjenigen, welcher ihnen am meiſten bietet, und halten die Tapferkeit zu einem billigen Preis. Sie haben ſchon für die Engländer und Spanier gear⸗ beitet. Doch der Spanier bezahlt zu ſchlecht und der Eng⸗ länder handelt zu viel. Kauft ſie, gnädiger Herr, und Ihr werdet mit der Erwerbung zufrieden ſein. Nie ſtreiten fie über einen Befehl, und ſie würden ſich mit unſtörbarer Kaltblütigkeit vor die Mündung einer Kanone ſtellen. Der Muth iſt für ſie eine Sache der Revlichkeit, und wenn ſie nur pünktlich ihre Löhnung erhalten, werden ſie ſich ohne zu klagen den gefährlichen oder ſogar tödtlichen Wechſel⸗ fällen ihres Handwerks preisgeben.“
„Ich behalte alſo dieſe Handwerksleute des Ruhmes und bezahle ihnen zu größerer Sicherheit einen Monat zum Voraus,“ ſprach Gabriel.„Doch die Zeit drängt⸗ Die Anderen!“
„Die zwei deutſchen Goliathe legten mechaniſch und militäriſch die Hand an den Hut und entfernten ſich mit einander, pünktlich gleichen Schritt haltend.


