Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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wird,“ fügte Markin⸗Guerre bei.„Aber Lactance iſt ein eifriger Katholik, und es widerſtrebte ihm, einem von der Ketzerei befleckten Chef zu gehorchen.“

Ohne ein Wort zu ſagen, billigte Lactance mit einem Zeichen des Kopfes und der Hand die Worte von Martin, welcher alſo fortfuhr:

„Dieſer fromme Kriegsmann wird, wie es ſeine Pflicht iſt, alle ſeine Kräfte anſtrengen, um den Herrn Vicomte d'Eymss zufrieden zu ſtellen; aber er verlangt, daß ihm jede Freiheit gelaſſen werde, damit er ſtreng die Religionsübungen, welche ſein Heil fordert, voll⸗ ziehen könne. Genöthigt durch das Waffenhandwerk, das er ergriffen hat, und durch ſeinen natürlichen Be⸗ ruf, ſich gegen die Brüder in Jeſu Chriſto zu ſchlagen und ſie ſo viel als möglich zu tödten, denkt Lactance wohlweiſe, er müſſe dieſe grauſame Nothwendigkeit durch ſtrengen, gottesfürchtigen Lebenswandel ausglei⸗ chen. Je wüthender Lactance in der Schlacht iſt, deſto inbrünſtiger iſt er in der Meſſe, und er hat darauf verzichtet, dir Faſten und Bußen zu zählen, die er ſich für die Todten und Verwundeten auferlegt, welche er vor ihrem Stündlein vor den Thron des Herrn geſchickt.“

„Lactance der Gottesfürchtige angenommen!“ ſprach Gabriel.

Stets ſchweigſam verbengte ſich Lactance tief und ging hinaus, während er ein Dankgebet zum Allerhöch⸗ ſten murmelte, der ihm die Gnade, von einem ſo tapſe⸗ ren Kapitän angenommen zu werden, bewilligt hatte.

Nach Lactance führte Gabriel unter dem Namen Yvonnet einen jungen Mann von mittlerem Wuchſe, ausgezeichneter, feiner Geſichtsbildung, mit kleinen, ge⸗ pflegten Händen ein. Von ſeiner Krauſe bis zu ſeinen Stiefeln war ſeine Tracht nicht nur reinlich, ſondern ſogar zierlich. Er grüßte Gabriel auf das Anmuthigſte, ſtellte ſich in einer eben ſo ehrfurchtsvollen, als ele⸗ ganten Haltung vor ihn und ſchüttelte leicht mit der

Die beiden Dianen. M. 2