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den Bitten von Aloyſe etwas Nahrung zu ſich; Mar⸗ tin trat mit ernſter, feierlicher Miene ein und ſprach: „Gnädiger Herr, gefällt es Euch, ſechs oder ſieben von denjenigen zu empfangen, welche nach der Ehre ſtreben, unter Euren Befehlen Frankreich und dem Kö⸗ nig zu dienen?“ „Wie! ſchon ſechs bis ſieben!“ rief Gabriel. „Sechs oder ſieben, die dem gnädigen Herrn un⸗ bekannt ſind. Unſere Alten von Metz würden die zwölf vollſtändig machen. Sie ſind alle entzückt, ihre Haut für einen Herrn, wie Ihr ſeid, zu wagen, und nehmen jede Bedingung an, die Ihr ihnen ſtellen wollt.“ „Teufel! Du haſt Deine Zeit nicht verloren,“ ſagte der Vicomte d'Ermès.„Nun, ſo führe Deine Leute ein.“ „Einen nach dem andern, nicht wahr? Der gnä⸗
dige Herr kann ſie auf dieſe Art beſſer beurtheilen.“
„Einen nach dem andern, es ſei.“
„Ein letztes Wort,“ fügte der Stallmeiſter bei. „Ich brauche dem gnädigen Herrn nicht zu ſagen, daß mir alle dieſe Leute entweder durch mich ſelbſt oder durch genaue Erkundigungen, die ich über ſie eingezo⸗ gen, bekannt ſind. Sie ſind von verſchiedenartiger Gemüthsverfaſſung und von verſchiedenen Inſtincten, aber ihr gemeinſchaftlicher Charakter iſt erpropter Muth. Ich kann dem Herrn Vicomte für dieſe weſentliche Ei⸗ genſchaft gut ſtehen, wenn er im Uebrigeu in Bezie⸗ hung auf einige kleine Querzüge nachſichtig ſein will.“ Martin⸗Guerre ging nach diefer vorbereitenden Rede einen Augenblick hinaus und kam ſogleich wieder zu⸗ rück, mit einem großen Burſchen von dunkler Geſichts⸗ farbe, leichter Tournure und ſorgloſer, geſcheiter Phy⸗ ſiognomie.
„Ambroſio,“ ſprach Martin, ihn vorſtellend.
„Ambroſio? das iſt ein fremder Name. Iſt er kein Franzoſe?“ verſetzte Gabriel.
„Wer weiß es?“ erwiederte Ambroſio.„Man hat mich gls Kind gefunden und ich habe als Mann in den


