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Gott und den Menſchen frei, und wäre es auch von einem Verbrechen an meiner Perſon.““ Schwört dieſen Eid, Sire!“
„Mit welchem Rechte fordert Ihr ihn von mir?“ fragte Heinrich.
„Ich habe es Euch geſagt, Sire, mit dem Rechte desjenigen, welcher zu ſterben im Begriff iſt.“
Der König zögerte noch. Aber die Herzogin, mit ibrem verächtlichen Lächeln, bedeutete ihm durch ein Zeichen, er könnte ſich ohne Bedenfen anheiſchig machen.
Sie dachte in der That, Gabriel hätte plötzlich ſeine ganze Vernunft verloren, und zuckte mitleidig die Achſeln.
„Gut, ich willige ein,“ ſprach Heinrich.
Und er wiederholte, die Hand auf dem Evange⸗ lium, die Eidesformel, welche Gabriel ihm vorſagte.
Als der König geendigt hatte, ſprach Gabriel:
„Das würde wenigſtens genügen, um mir jeden Gewiſſensbiß zu erſparen. Der Zeuge unſeres neuen Vertrags iſt nicht mehr allein Madame, es iſt Gott. Nun habe ich keine Zeit mehr zu verlieren. Lebet wohl, Sire. In zwei Monaten von dieſer Stunde werde ich todt ſein, oder meinen Vater umarmen.“
Er verbeugte ſich vor dem König und der Herzogin und ging haſtig hinaus.
Heinrich blieb unwillkührlich einen Augenblick ernſthaft und nachdenkend. Aber Diana brach in ein Gelächter aus.
„Wie! Ihr lacht nicht, Sire?“ ſagte ſie.„Ihr ſeht doch wohl, daß dieſer Narr verloren iſt, und daß ſein im Gefängniß ſterben wird. Ihr könnt lachen,
ire.“
„Und ich thue es auch!“ ſagte der König lachend.


