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Opfer gebracht. Doch nur diesmal keine Mißverſtänd⸗ niſſe und Ausflüchte. Die Bedingungen des Handels, den wir mit einander vor Gott abſchließen, find klar und unzweideutig. Ich, Gabriel Vicomte d'Ermés, Vicomte von Montgommery, werde es dahin bringen, daß durch mich eine Stadt, welche gegenwärtig in der Ge⸗ walt der Engländer oder der Spanier iſt, in die Eurige fällt. Dieſe Stadt ſoll kein unhaltbarer Ort oder ein Flecken ſein, ſondern ein feſter Platz, ſo wichtig als Ihr es wünſchen könnt. Ich denke, hierin liegt keine Zweideutigkeit?“
„Wahrhaftig nein,“ antwortete der König unruhig.
„Aber Ihr,“ fuhr Gabriel fort,„Ihr, Heinrich 1I., König von Frankreich, macht Euch auch anheiſchig, auf mein erſtes Begehren den Kerker meines Vaters zu öffnen und mir den Grafen von Montgommery zurück⸗ zugeben. Macht Ihr Euch hiezu verbindlich?“
Der König ſah das ungläubige Lächeln von Diana und antwortete:
„Ich mache mich verbindlich.“
„Ich danke Eurer Majeſtät! Doch das iſt noch nicht Alles: Ihr könnt eine Gewährſchaft mehr dem armen Wahnſinnigen bewilligen, der ſich mit offenen Augen in den Abgrund ſtürzt. Man muß nachſichtig gegen diejenigen ſein, welche ſterben. Ich verlange keine Hand⸗ ſchrift, die Euch compromittiren könnte, Ihr würdet ſie mir ohne Zweifel verweigern. Doch hier iſt eine Bibel, legt Eure Hand darauf und ſchwört folgenden Eid:„„Im Austauſch für eine Stadt erſten Ranges, welche ich Gabriel von Montgommery allein zu ver⸗ danken haben werde, mache ich mich auf die heiligen Bücher verbindlich, dem Vicomte d'Exmes die Freiheit ſeines Vaters zu geben, und erkläre zum Voraus, wenn ich dieſen Eid verletze, den genannten Vicomte jeder Treue gegen mich und die Meinigen entbunden; ich ſage, daß Alles, was er thun wird, um den Meineidi⸗ gen zu beſtrafen, wohl gethan iſt, und ſpreche ihn vor


