Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Unternehmen zu ſterben. Doch mittlerweile, ich flehe

Euch an, macht, daß ich meinen Vater ſehe.“

Durch den feſten Blick und die ganze Haltung von Diana berathen, antwortete Heinrich, bemüht, ſeiner Stimme Sicherheit zu verleihen:

„Haltet Euer Verſprechen bis zum Ende, und ich ſchwöre bei Gott, daß ich dann, aber auch dann nur, das meinige erfüllen werde. Mein Wort iſt eben ſo viel werth als das Eurige.“

„Es iſt das Euer letztes Wort, Sire?“

„Es iſt mein letztes.“

Gaßriel beugte einen Augenblick den Kopf, zu Bo⸗ den geſchmettert, beſiegt und ganz zitternd unter dieſer furchtbaren Niederlage.

In einer Minute tobte eine ganze Welt von Ge⸗ danken in ſeinem Innern.

Er würde ſich an dieſem undankbaren König und an dieſer argliſtigen Frau rächen! er würde ſich in die Reihen der Reformirten werfen! er würde das Geſchick der Montgommery erfüllen! er würde Heinrich tödtlich treffen, wie ihn der alte Graf getroffen! er würde ma⸗ chen, daß man Diana von Poitiers ſchmachvoll und und aller Ehre beraubt wegſchicke! Das wäre fortan das einzige Ziel ſeines Willens und ſeines Lebens, und dieſes Ziel, wie entfernt und unwahrſcheinlich es auch für einen einfachen Edelmann erſcheinen dürfte, würde er am Ende zu erreichen wiſſen.

Aber nein! ſein Vater würde während in dieſer Zeit zwanzigmal geſtorben ſein! Ihn rächen wäre gut, ihn retten beſſer. In ſeiner Lage wäre es vielleicht nicht ſchwerer, eine Stadt zu nehmen, als einen König zu beſtrafen. Nur wäre jenes Ziel heilig und glorreich, und das andere verbrecheriſch und gottlos!

Mit dem einen würde er Diana von Caſtro auf immer verlieren, wer weiß, ob er ſie mit dem andern nicht gewinnen könnte?

Alle Ereigniſſe, welche ſeit der Einnahme von