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mich, iſt eine Stadt für die Freiheit eines Menſchen nicht genug? werdet Ihr Euch nicht mit einem ſolchen Löſegeld begnügen? muß man mir auf ein in meiner Eraltation in die Luft entſchlüpftes Wort, mir, einem armen menſchlichen Hercules, eine andere Aufgabe auf⸗ erlegen, welche hundertmal härter iſt, als die erſte, und ſogar, das begreift ſich, Sire, unausführbar?“
Der König machte eine Bewegung, um zu ſprechen, doch die Großſeneſchallin beeilte ſich, ihm zuvorzu⸗ kommen, und entgegnete:
„Es iſt alſo leichter und ausführbarer, es iſt we⸗ niger Gefahr und Tollheit dabei, trotz Eurer Verſpre⸗ chungen, einen furchtbaren Gefangenen, einen Majeſtäts⸗ verbrecher in Freiheit zu ſetzen? Um das Unmögliche zu erhalten, habt Ihr das Unmögliche angeboten, Herr d'Ermos, aber es iſt nicht gerecht, daß Ihr die Erfül⸗ lung des Wortes Seiner Majeſtät verlangt, während Ihr das Eurige nicht bis zum Ende gehalten habt. Die Pflichten eines Souverain ſind nicht minder ernſt, als die eines Sohnes; dem Staate geleiſtete ungeheure und übermenſchliche Dienſte vermöchten allein den äußer⸗ ſten Fall zu entſchuldigen, in welchem Seine Majeſtät den Staatsgeſetzen Stillſchweigen gebieten würde. Ihr habt Euren Vater zu retten, es mag ſein; doch der König hat Frankreich zu bewahren.“
Und mit einem ausdrucksvollen Blicke ihre Worte erläuternd, erinnerte Diana Heinrich zweimal daran, welchen Gefahren man ſich preisgeben würde, wenn man den alten Grafen von Montgommery und ſein Ge⸗ heimniß aus dem Grabe hervorgehen ließe.
Gabriel wollte noch einen letzten Verſuch wagen und rief, indem er die Hände gegen den König aus⸗ ſtreckte:
„Sire, an Euch, an Eure Billigkeit, an Eure Gnade ſogar appellire ich. Sire, ich mache mich verbindlich, ſpäter mit Hülfe der Zeit und der Umſtände dem Va⸗ terlande dieſe Stadt zurückzugeben, oder bei dem
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