Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

254

eine Minute der Privatunterredung zu gewähren die L Gnade haben will.„. n „Später, mein Herr, ſpäter, ich ſchlage es nicht ab,“ ſagte raſch Heinrich H.,„doch für den Augenblick ei iſt die Sache unmöglich.“ z „unmöglich!“ rief Gabriel mit ſchmerzlichem Aus- druck. 1h „Und warum unmöglich, Sire?2“ verſetzte friedlich Diana von Poitiers zum großen Erſtaunen ſowohl von 6 Gabriel, als vom König ſelbſt. ge

„Wie, Madame,“ ſtammelte Heinrich,„Ihr Y denkt?“

„Ich denke, das Dringendſte für einen König iſt, jedem von ſeinen Unterthanen zu geben, was ihm ge⸗ bührt. Eure Schuld gegen den Herrn Vicomte d'Ermés iſt aber ſehr geſetzlich und ſehr heilig, wie mir ſcheint.“

„Allerdings, allerdings,“ erwiederte Heinrich, der den Augen ſeiner Geliebten zu leſen ſuchte,„und ich 1 will.

„Herrn d'Ermds auf der Stelle hören,“ ſagte Diana,„das iſt gut, das iſt gerecht, Sire.“

„Aber Seine Majeſtät weiß, daß ich mit ihr allein zu reden habe?“ erwiederte Gabriel immer mehr es erſtaunt. be

„Herr von Montmoreney wollte ſich eben entfernen, als al Ihr eintratet, mein Herr,“ ſprach Frau von Poitiers.

„Was den Herrn Admiral betrifft, ſo habt Ihr ſelbſt zu die Mühe übernommen, ihm zu ſagen, Ihr haltet ihn erſ nicht zurück. Mir aber, da ich Zeugin der vom König die gegen Euch übernommenen Verbindlichkeit geweſen bin mi und den König im Falle der Noth genau an feine Aus⸗ M drücke zu erinnern vermöchte, mir werdet Ihr vielleicht me

erlauben, hier zu bleiben?“ „Gewiß, Madame, ich bitte Euch ſogar darum,“

ſagte Gabriel.

„Mein Neffe und ich nehmen Abſchied von Seiner