Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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welchen ich ſchon auf immer erloſchen glaubte; der Vi⸗ comte d'Ermes hat eine Hülfstruppe in die Stadt zu bringen vermocht, von der ich nicht wußte, daß ſie uns ſo nahe war; der Vicomte d'Exmès hat wirklich eine Ueberrumpelung des Feindes vereitelt, die ich nicht vor⸗ hergeſehen. Ich ſpreche nicht davon, wie er ſich in den Gefechten benommen: wir thaten Alle unſere Möglich⸗ ſtes. Aber ich erkläre es laut, was er allein gethan, der ungeheure Antheil, den er ſich am Ruhm bei dieſer Gelegenheit erworben hat, mußte den meinigen um eben ſo viel vermindern oder völlig illuſoriſch machen.“

Und ſich an Gabriel wendend, fügte der brave Ad⸗ miral bei:

„Sollte ich ſo ſprechen, Freund? habe ich nach Eurem Gefallen meine Verbindlichkeit erfüllt und ſeid Ihr zufrieden mit mir?“

„Oh! ich danke Euch und ſegne Euch, Herr Ad⸗ miral,“ ſprach Gabriel, indem er Coligny bewegt die Hände drückte.„Ich erwartete nicht weniger von Euch. Doch ich bitte, rechnet auf mich als auf Euren ewig Verpflichteten. Ja, von dieſer Stunde iſt Euer Gläu⸗ biger Euer Schuldner geworden, und er wird ſich ſeiner Schuld erinnern, das ſchwöre ich Euch.“

Die Stirne gefaltet und die Augen zu Boden ge⸗ ſchlagen, ſtampfte der König während dieſer Zeit mit dem Fuße und ſchien im höchſten Maße aufgebracht.

Der Connetable hatte ſich allmälig Diana von Poitiers genähert und wechſelte leiſe einige Worte mit ihr.

Sie ſchienen einen Entſchluß gefaßt zu haben, denn Diana lächelte nun, und dieſes weibliche und teufliſche Lächeln machte Gabriel beben, der gerade zufällig ſeine Angen auf die ſchöne Herzogin richtete.

Gabriel fand jedoch die Kraft, beizufügen:

„Ich halte Euch nicht mehr zurück, Herr Admiral, Ihr habt für mich mehr als Eure Pflicht gethan, und wenn mir nun Seine Majeſtät als erſte Belohnung,