Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Seiner Favoritin zugewendet, befragte Heinrich I. bieſe mit dem Blick.

Doch ehe er einen Entſchluß gefaßt oder von ihr

dietirt erhalten hatte, ſagte Gabriel, der wohl wußte, daß er in dieſem Augenblick eine das Aeußerſte entſchei⸗ dende Partie ſpielte, abermals zu Coligny mit einem zugleich flehenden und würdigen Ausdruck:

„Ich beſchwöre Euch, ſprecht, Herr Admiral.“

Montmorench machte ſeinem Neffen raſch ein ver⸗ neinendes Zeichen, aber der brave Gaſpard nahm keine Rückſicht darauf.

„Ich werde in der That reden,“ ſagte er,„denn es iſt meine Pflicht und mein Verſprechen. Sire,“ fuhr er ſich an den König wendend fort,„ich wieder⸗ hole, kurz gefaßt, in Gegenwart des Herrn Vicomte d'Ermés, was ich Euch im Einzelnen vor ſeiner Rück⸗ kehr ſagen zu müſſen glaubte.„Ihm, ihm allein haben wir es zu verdanken, daß ſich die Vertheidigung von Saint⸗Quentin über den von Eurer Majeſtät ſelbſt feſtgeſtellten Zeitpunkt verlängerte.“

Der Connetable zuckte hier auf eine bezeichnende Weiſe die Achſeln. Doch der Admiral ſchaute ihn feſt an und fuhr nichtsdeſtoweniger ruhig fort:

„Ja, Sire, dreimal und mehr hat Herr d'Ermes die Stadt gerettet, und ohne ſeinen Muth und ſeine Energie wäre Frankreich zu dieſer Stunde ohne Zweifel nicht auf dem Wege des Heils, auf dem es ſich, wie man nunmehr hoffen darf, behaupten wird.“

„Ah! ah! Ihr ſeid zu beſcheiden oder zu gefällig, Neffe!“ rief Herr von Montmorench, außer Stands, den Ausdruck ſeiner Ungeduld länger zu bemeiſtern.

„Nein, mein Herr,“ ſprach Coligny,„ich bin nur gerecht und wahrhaft. Ich habe meines Theils und mit allen meinen Kräften zur Vertheidigung der mir anvertrauten Stadt beigetragen. Aber der Vicomte

d Ermés hat den Muth der Einwohner wiederbelebt,