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König ſelbſt, und alle dieſe Wachen verwehren ihm den Durchgang und beſcheiden ihn auf den Abend.“
„Als ob ich bis dieſen Abend warten könntel“ rief Gabriel.
„Ich glaube, Seine Majeſtät ertheilt in dieſem Au⸗ genblick vollends wichtige Befehle,“ ſagte Maria Stuart. „Der Herr Connetable von Montmoreney iſt noch beim König und ich befürchte...“
Ein flehender Blick von Gabriel verhinderte Maria, ihren Satz zu vollenden.
„Nun, wir wollen ſehen, mag es gehen wie es will, ich wage es!“ ſprach ſie.
Sie machte ein Zeichen mit ihrer niedlichen Hand. Die Wachen traten auf die Seite. Der Admiral und Gabriel konnten vorüber.
„Ah! meinen Dank, Madame,“ rief der glühende junge Mann.„Ich danke Euch, die Ihr, ganz einem Engel ähnlich, mir ſtets erſcheinet, um mich zu tröſten
oder mir in meinen Schmerzen Hülfe zu leiſten.“
„Der Weg iſt nun frei,“ verſetzte Maria lächelnd. „Geräth Seine Majeſtät zu ſehr in Zorn, ſo verrathet, ich bitte Euch, die Vermittelung des Engels nur bei der äußerſten Nothwendigkeit. 4
Sie grüßte Gabriel und ſeinen Gefuͤhrten auf das Anmuthigſte und verſchwand.
Gabriel war ſchon bei der Thüre des königlichen Cabinets. In dem letzten Vorzimmer war noch ein Huiſſier, der abermals Miene machte, ſich ihrem Ein⸗ tritt zu widerſetzen. Doch in demſelben Augenblick öffnete ſich die Thüre und Heinrich Il. erſchien in Perſon auf der Schwelle, beſchäftigt, dem Connetable noch einige In⸗ ſtructionen zu geben.
Die Entſchloſſenheit war keine Tugend des Königs. Bei dem plötzlichen Anblick des Vicomte d'Ermos wich er zurück und vermochte nicht einmal ärgerlich zu werden.
Die Tugend von Gabriel war Feſtigkeit. Er ver⸗


