Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Die Fortſchritte der Religion ſind raſch und unbeſtreit⸗ bar. Seit drei Jahren hat ſich eine reformirte Kirche in Paris gegründet, und die großen Städte des König⸗ reichs, Blois, Tours, Poitiers, Marſeille, Rouen, haben nun ebenfalls die ihrigen. Ihr könnt ſelbſt ſehen, Herr d'Ermos, welchen wunderbaren Zulauf unſere Spazier⸗ gänge nach dem Pré⸗aur⸗Clercs herbeiziehen. Das Volf, der Adel und der Hof kommen zu den Feſten, um mit uns die Pſalmen von Clement Marot zu ſingen. Wir gedenken unſere Zahl im nächſten Jahr durch eine öffentliche Proceſſion zu bethätigen; doch ſchon jetzt dürfte ich behaupten, daß wir den fünften Theil der Bevölkerung für uns haben. Wir können uns alſo ohne Anmaßung eine Partei nennen, und, wie ich glaube, unſeren Freunden einiges Vertrauen, unſeren Feinden einigen Schrecken einflößen.

„Wenn die Sache ſo ſteht,“ ſprach Gabriel mit kaltem Tone,„ſo kann ich wohl binnen Kurzem zur Zahl der Erſten gehören und Euch die Zweiten be⸗ kämpfen helfen.“

„Wären wir aber ſchwächer geweſen?“ fragte la Renaudie.

„So hätte ich andere Verbündete geſucht, ich ge⸗ ſtehe es,“ antwortete Gabriel mit ſeiner ruhigen Feſtigkeit.

La Renaudie und Theodor von Boze entſchlüpfte eine Geberde des Erſtaunens.

„Ah!“ rief Coligny,„beurtheilt ihn nicht zu raſch und nicht zu ſtreng. Ich habe ihn bei der Belagerung von Saint⸗Quentin beim Werke geſehen, und wenn man ſein Leben wagt, und bloßſtellt, wie er dies gethan, ſo hat man keine alltägliche Seele. Aber ich weiß, daß er eine heilige und furchtbare Pflicht erfüllen muß, welche feinen Theil ſeiner Ergebenheit freiläßt.“

„Und in Ermangelung dieſer Ergebenheit möchte ich Cuch gern wenigſtens die Aufrichtigkeit bringen,“

ſagte Gabriel.„Beſtimmen mich die Ereigniſſe, den