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ſönlich, als daß ich es wagen könnte, eine ſo reine Sache zu vertheidigen, und Ihr würdet ſehr wohl dar⸗ an thun, mich jetzt ſchon als unwürdig aus Euren Reihen zurückweiſen.“
„Ihr verleumdet Euch ſicherlich, Herr d'Ermes,“ erwiederte Theodor von Beze.„Wenn Ihr auch min⸗ der erhabenen Abſichten, als denen von Ambroiſe Paré gehorcht, ſo ſfind doch die Wege Gottes verſchieden, und man findet die Wahrheit nicht auf einem einzigen Pfade.“
„Ja,“ ſprach la Renaudie,„wir erhalten ſehr ſelten Glaubensbekenntniſſe, wie das, welches Ihr ſo eben gehört habt, wenn wir an diejenigen, welche wir gern bei unſerer Partei einreihen möchten, die Frage richten: „„Was wollt Ihr wiſſen?““
„Nun wohl,“ entgegnete Gabriel mit einem trau⸗ rigen Lächeln,„Ambroiſe Paré antwortete auf dieſe Frage:„„Ich will wiſſen, ob die Gerechtigkeit und das gute Recht wirklich auf Eurer Seite ſind?““ Wißt Ihr, was ich fragen würde?“
„Nein,“ erwiederte Theodor von Boze;„doch wir wären bereit, Euch in allen Punkten zu befriedigen.“
„Ich würde fragen,“ ſprach Gabriel:„„Seid Ihr ſicher, daß die materielle Macht und die Anzahl auf Eurer Seite hinreichen, um, wenn nicht zu ſiegen, doch wenigſtens zu ſtreiten?““
Abermals ſchauten die drei Reformirten einander erſtaunt an. Doch ihr Erſtaunen hatte nicht dieſelbe Bedeutung wie das erſte Mal.
Gabriel beobachtete ſie mit einem ſchwermüthigen Stillſchweigen. Theodor von Beze erwiederte nach einer Pauſe:
„Herr d'Ermos, welches Gefühl Euch auch dieſe Frage eingegeben haben mag, ich verſprach Euch zum Voraus, über alle Punkte zu antworten, und halte mein Verſprechen. Wir haben für uns nicht allein die Ver⸗ nunft, ſondern fortan, Gott ſei Danf! auch die Kyaft.


