Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Ah! gerade dieſe Kühnheit gefällt mir,“ unter⸗ brach ihn Gabriel.

„Ei! das iſt keine Kühnheit, ſondern Logik,“ er⸗ wiederte Ambroiſe Paré.„Warum ſollte das, was in der Kirche recht und billig iſt, es nicht auch im Staat ſein? Wie könnt ihr das, was Ihr für den Geiſt zu⸗ laßt, für die Handlung zurückweiſen?“

„Es liegen viele Empörungen in den kühnen Wor⸗ ten, die Ihr ausgeſprochen habt, Meiſter,“ rief Coligny nachdenkend.

„Empörungen?“ entgegnete Ambroiſe:„Oh! ich ſage ſogleich Umwälzungen.“

Die drei Reformirten ſchauten einander mit Er⸗ ſtaunen an.

„Dieſer Mann iſt noch ſtärker, als wir dachten,“ ſchien ihr gegenſeitiger Blick zu ſagen.

Theodor n Beze ſprach lebhaft zu dem verwe⸗ genen Wundarzt:

„Ihr müßt durchaus einer der Unſeren ſein. Was verlangt Ihr?“

„Nichts, als die Gunſt, zuweilen mit Euch ſprechen und Eurer Erleuchtung die Schwierigkeiten unterwerfen zu dürfen, die mich noch aufhalten.“

„Ihr ſollt mehr haben,“ erwiederte Theodor von

Beze;„Ihr werdet in unmittelbarem Briefwechſel mit.

Calvin ſtehen.“

„Mir eine ſolche Ehre!“ rief Ambroiſe Paré vor Freude erröthend.

„Ja, Ihr müßt ihn kennen lernen und er muß Euch kennen lernen,“ ſprach der Admiral.„Ein Schü⸗ ler wie Ihr erfordert einen Meiſter wie ihn. Ihr werdet Eure Briefe Eurem Freunde la Renaudie über⸗

geben und wir übernehmen es abwechſelnd, ſie nach

Genf zu befördern. Wir händigen Euch dann auch die Antworten ein. Sie werden nicht auf ſich warten

laſſen. Ihr habt von der wunderbaren Thätigkeit von

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