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kehr geben könnte. Um Klarheit über dieſe Dinge zu erhalten, wünſchte ich die Häupter der Reformirten ken⸗ nen zu lernen, und ich würde zu dieſem Behufe bis zu Calvin ſelbſt gehen; denn die Wahrheit und die Frei⸗ heit ſind meine Leidenſchaften.“
„Gut geſagt,“ rief der Admiral.„Seid unbeſorgt, Jeder von uns würde ſich hüten, die ſeltene und ſtolze Unabhängigkeit Eures Geiſtes antaſten zu wollen.“
„Was ſagte ich Euch?“ verſetzte la Renaudie tri⸗ umphirend.„Wäre das nicht für unſern Glauben eine koſtbare Eroberung? Ich habe Ambroiſe Paré in ſeiner Bibliothek, ich habe ihn am Krankenbette, ich habe ihn ſogar auf den Schlachtfeldern geſehen, und überall, vor den Irrthümern und Vorurtheilen, wie vor den Wun⸗ den und Krankheiten der Menſchen, iſt er ſo ruhig, kalt, erhaben, Meiſter der Andern wie ſeiner ſelbſi.“
„ Gabriel ſprach hier ganz bewegt von dem, was er ſah und hörte:
„Man erlaube mir, ein Wort zu ſagen. Ich weiß nun, wo ich bin, und errathe, aus welchen Grün⸗ den mein edler Freund, Herr von Colignh, mich in dieſes Haus geführt hat, wo ſich diejenigen verſammeln, welche Heinrich II. Ketzer nennt und als ſeine Todfeinde betrachtet. Aber ich bedarf ſicherlich mehr der Beleh⸗ rung, als Meiſter Ambroiſe Paré. Wie er, habe ich vielleicht viel gehandelt, aber leider wenig nachgedacht, und er würde einem Neuling in dieſen Ideen einen Dienſt leiſten, wenn er ihm mittheilen wollte, welche Gründe oder welche Intereſſen ſeine edle Intelligenz für die Partei der Reformation gewonnen haben.“
„Nicht Intereſſen,“ erwiederte Ambroiſe Paré, „denn um bei meinem Stande als Wundarzt durchzu⸗ dringen, läge es in meinem Intereſſe, mich zum Glau⸗ ben des Hofes und der Prinzen zu halten. Es ſind vielmehr, wie Ihr ſagtet, Gründe, Vicomte, und wenn es mir die erhabenen Perſonen, vor denen ich ſpreche,
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