Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Könnt Ihr mir in dieſem Augenblick eine Stunde ſchenken?“ fragte der Admiral.

„Der König empfängt erſt um Mittag. Bis dahin gehört meine Zeit Euch.“

„Kommt alſo mit mir, wohin ich gehe. Ihr ſeid Edelmann, und ich habe Euren Charakter in der Prü⸗ fung geſehen, ich verlange alſo keinen Schwur von Euch. Verſprecht mir einfach, ein Geheimniß unverletzt über die Perſonen, die Ihr ſehen, und über die Dinge, die Ihr hören werdet, zu bewahren.“

„Ich verſpreche Euch vollkommenes Stillſchweigen.“

„Folgt mir alſo,“ ſagte der Admiral,„und wenn Ihr im Louvre eine Ungerechtigkeit erfahrt, ſo habt Ihr wenigſtens zum Voraus Eure Genugthuung in den Händen. Folgt mir.“

Gabriel und Coligny gingen über den Pont au Change und durch die Cité, und gelangten mit einan⸗ der in die gekrümmten Gäßchen, welche damals die Nachbarſchaft der Rue Saint⸗Jacques bildeten.

XXV. Ein Philoſoph und ein Soldat.

Coligny blieb am Anfang der Rue Saint⸗Jarques vor der niedrigen Thüre eines Hauſes von armſeligem Ausſehen ſtehen. Er klopfte an, zuerſt öffnete ſich eine Luke, dann die Thüre, als ein unſichtbarer Wächter den Admiral erkannt hatte.

Hinter ſeinem edlen Führer durchſchritt Gabriel einen finſtern Gang und erſtieg die drei Stockwerke einer wurmſtichigen Treppe. Als ſie beinahe den Spei⸗