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„Ich ſehe dieſe Frage vorher,“ erwiederte der Ad⸗ miral.„Aber müßt Ihr nicht auch meine Antwort vorher⸗ ſehen, Freund? Nicht wahr, Ihr werdet mich fragen, ob ich das Verſprechen gehalten habe, das ich Euch ge⸗ leiſtet? ob ich dem König von dem glorreichen und wirk⸗ ſamen Antheil, den Ihr an der Vertheidigung von Saint⸗ Quentin genommen, erzählt habe?“
„Nein, Herr Admiral,“ verſetzte der Vicomte d'Ermès;„es iſt in der That nicht das, was ich Euch fragen wollte, denn ich kenne Euch, ich habe auf Euere Wort bauen gelernt, und ich bin überzeugt, es war Eure erſte Sorge bei Eurer Rückkunft hierher, Euer Verbindlichkeit zu erfüllen und edelmüthig dem König, dem König allein zu erklären, daß ich etwas zum Wider⸗ ſtand von Saint⸗Quentin beigetragen habe. Ich glaube, Ihr mußtet ſogar meine Dienſte bei Seiner Majeſtät übertreiben. Ja, Herr Admiral, das wußte ich zum Voraus. Was ich aber nicht weiß und was mir zu wiſſen ſehr wichtig ſein muß, iſt, was Heinrich II. auf Eure guten Worte erwiedert hat.“
„Ach! Gabriel,“ ſprach der Admiral,„Heinrich II. hat darauf nur die Fage erwiedert, was aus Euch ge⸗ worden ſei. Ich war ſehr in Verlegenheit, es ihm zu ſagen. Der Brief, den Ihr an mich in Saint⸗Quentin zurückgelaſſen, war nicht ſehr ausführlich und erinnerte mich nur an mein Verſprechen. Ich antwortete dem König, Ihr wäret ſicherlich nicht unterlegen, aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach hätte man Euch zum Gefangenen ge⸗ macht, und aus Zartgefühl hättet Ihr mich nicht davon unterrichtet.“
„Und der König?.„ ſeufzte Gabriel.
„Der König ſagte:„„Es iſt gut!““ Und ein Lächeln der Befriedigung ſchwebte über ſeine Lippen. Als ich beharrlich von dem Verdienſte Eurer Waffenthaten und von der Verbindlichkeit ſprach, welche der König und Frankreich gegen Euch hätten, erwiederte Heinrich der II.:„„Genug hierüber.“ Hienach wechſelte er gebie⸗


