Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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zehn anderen zu erhalten. Aber ich hütete mich wohl, die Friſt zu überſchreiten, die Ihr mir geſetzt hattet. Ihr habt mir ſechs Tage gegeben und es ſind gerade ſechs Tage, daß ich Montargis verlaſſen.“

„Sechs Tage!“ ſagte Martin⸗Guerre ſchwermüthig und träumeriſch.„Ich bin vor ſechs Tagen durch Mon⸗ targis gekommen! Ich war vor ſechs Tagen auf dem Wege nach meiner Heimath! Deine Erzählung iſt au⸗ ßerordentlich wahrſcheinlich, Freund, und ich halte ſie für wahr.“

„Nein!“ unterbrach ihn lebhaft Aloyſe,„dieſer Menſch iſt offenbar ein Lügner, da er mit Euch vor ſechs Tagen in Montargis geſprochen zu haben behauptet, während Ihr ſeit zwölf Tagen dieſe Wohnung nicht verlaſſen habt.“

„Das iſt richtig,“ ſprach Martin.„Doch mein Nu⸗ mero 2.„

„Und dann,“ fuhr die Amme fort,„und dann ſind es nicht vierzehn Tage, daß Ihr in Noyon gehängt

worden ſeid, nach Eurer eigenen Ausſage iſt es ein

Monat.“ „Das iſt gewiß,“ verſetzte der Stallmeiſter,„es iſt gerade heute auf den Tag ein Monat, ich dachte dieſen Morgen beim Erwachen daran. Aber mein anderes

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„Alberne Poſſen!“ rief die Amme.

„Nein,“ verſetzte Gabriel dazwiſchen tretend,„dieſer Mann bringt uns, glaube ich, auf den Weg der Wahr⸗ eit.“

„Oh! mein guter Herr, Ihr täuſcht Euch nicht,“ ſagte der Bauer.„Werde ich die zehn Thaler bekom⸗ men?“

„Ja, aber Ihr müßt mir Euren Namen und Eure Adreſſe zurücklaſſen,“ antwortete Gabriel.„Wir bedürfen vielleicht eines Tags Eures Zeugniſſes. Ich fange an durch noch dunklen Verdacht viele Verbrechen zu er⸗ ſchauen.“