Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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XXIV.

Worin die Tugend von Martin-Guerre wieder klar zu werden beginnt.

„Meinen Tod!“ rief Martin⸗Guerre erbleichend bei den furchtbaren Worten von Frau Aloyſe.

„Ah! Jeſus und Gott!“ rief der Bauer, ſobald er den Stallmeiſter angeſchaut hatte.

„Mein anderes Ich wäre todt? göttliche Güte!“ ſprach Martin.„Sollte ich kein Wechſeldaſein mehr haben? Bah! beim Lichte betrachtet, würde es mir ein wenig leid thun, im Ganzen aber bin ich wohl zufrie⸗ den. Sprich, Freund, ſprich Du,“ fügte er ſich an den

Bauern wendend bei.

„Ah! Meiſter,“ ſagte der letztere, nachdem er Martin genau betrachtet und ihn berührt hatte,„wie geht es zu, daß ich Euch vor mir angekommen finde? Ich ſchwöre Euch, daß ich mich beeilt habe, ſo ſehr ſich ein Menſch beeilen kann, um Euren Auftrag zu beſorgen und Eure zehn Thaler zu gewinnen; und wenn Ihr nicht ein Pferd genommen habt, Meiſter, ſo iſt es durch⸗ aus unmöglich, daß Ihr mir auf der Straße zuvorge⸗ kommen ſeid, oder ich hätte Euch wenigſtens ſehen müſſen.“

„Ah! mein Braver, ich habe Dich nie geſehen, und Du ſprichſt mit mir, als ob Du mich kenneteſt,“ entgegnete Martin.

„Ob ich Euch kenne!“ verſetzte der Bauer erſtaunt; „Ihr ſeid es vielleicht nicht, der mir den Auftrag ge⸗ geben hat, zu melden, Herr Martin⸗Guerre ſei durch den Strang geſtorben?“

„Wie! Martin⸗Guerre, das bin ich,“ erwiederte Martin⸗Guerre.

Die beiden Dianen. 1U. 15