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wie Ihr Euch erinnern müßt, und das, was Ihr vor⸗ hergeſehen, geſchah. Ich fiel in die Hände der Feinde. Eurer Einſchärfung gemäß wollte mit Kühnheit bezahlen, aber ſeltſamer Weiſe erkannten mich die Feinde. Ich war ſchon ihr Gefangener.“
„Du ſchweifſt ab!“ unterbrach ihn Gabriel.
„Oh! gnädiger Herr, ich beſchwöre Euch, laßt mich erzählen, was ich weiß, wie ich es weiß. Ich habe genug Mühe, mich auszukennen, und Ihr mögt mich nachher beurtheilen. Ich geſtehe, daß ich mich ergab, ſobald mich die Feinde erkannten, denn ich wußte, und zwar gründlich, es iſt Euch ſo gut bekannt, als mir, gnädiger Herr, daß ich zwei bin, und daß, ohne mich davon in Kenntniß zu ſetzen, mein Anderer voft tolle Streiche macht. Wir nahmen alſo unſer Schickſal an, denn fortan will ich von mir, von uns, ſage ich, in der
Mehrzahl ſprechen. Gudule, eine hübſche Flamänderin,
die wir entführt hatten, erkannte uns auch; was uns, beiläufig geſagt, einen Hagel von Schlägen eintrug⸗ Wahrhaftig nur wir erkannten uns nicht. Euch all unſer folgendes Elend erzählen und Euch ſagen, in wie vieler mit den verſchiedenartigſten Patois geſchmückter Herren Gewalt Euer unglücklicher Stallmeiſter nach und nach gefallen iſt, wäre zu lang.“
„Ja, kürze Deine Weheklagen ab.“
„Ich komme zu ſchlimmeren Dingen. Mein Nu⸗ mero 2 war einmal entwichen und man ſchlug mich zur Strafe für ihn lendenlahm. Meinem Numero 1 dem⸗ jenigen, von welchem ich Bewußtſeyn habe, und deſſen Geſchichte ich Euch erzähle, gelang es abermals, zu ent⸗ weichen, aber er war ſo albern, ſich wieder fangen zu laſſen, und ich blieb als todt auf dem Platz. Gleichviel! ich ergriff zum dritten Male Flucht. Aber zum dritten Male durch einen doppelten Verrath, den des Weins und den eines Vorübergehenden, wieder gepackt, wollte ich einen Hauptſtreich machen und wehrte mich gegen meine Feinde mit der Wuth der Trunkenheit und der


