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Aerger zu ſprechen ſchien.„Er behauptet, er ſei ein wenig krank, unter dem Vorwand, daß man ihn gehängt habe.“
„Gehängt!“ rief Gabriel.„Wahrſcheinlich, um ihm mein Löſegeld zu rauben?“
„Euer Löſegeld, gnädiger Herr! Ja, ſprecht ein wenig mit dieſem dreifachen Einfaltspinſel von Eurem Löſegeld! Ihr werdet ſehen, was er Euch antwortet. Er wird gar nicht wiſſen, was Ihr nur meint. Stellt Euch vor, gnädiger Herr, er kommt ganz haſtig, ganz eifrig hier an, und Eurem Briefe gemäß raffe ich raſch zehnkauſend ſchöne klingende Thaler zuſammen und be⸗ zahlte ſie ihm aus. Er reiſt ganz warm wieder ab, ohne eine Minute zu verlieren. Wen ſehe ich ein paar Tage nachher mit geſenktem Ohr und kläglicher Miene hierher zurückkommen? meinen Martin⸗Guerre. Er behauptet, nicht einen rothen Pfenning von mir erhal⸗ ten zu haben. Lange vor der Einnahme von Saint⸗ Quentin ſelbſt gefangen genommen, weiß er ſeit drei Monaten nicht, was aus Euch geworden iſt. Ihr habt ihm keinen Auftrag gegeben. Man hat ihn geſchlagen, gehängt! Es iſt ihm gelungen, zu entkommen, und er kehrt zum erſten Male ſeit dem Kriege nach Paris zu⸗ rück. Das ſind die Mährchen, die uns Martin vom Morgen bis zum Abend wiederholt, wenn man mit ihm von Eurem Löſegeld ſpricht.“
„Erkläre Dich, Amme,“ ſagte Gabriel.„Martin war nicht im Stande, das Geld zu unterſchlagen, darauf würde ich ſchwören. Er iſt kein unredlicher Menſch, und mir treu ergeben.“.
„Nein, anädiger Herr, er iſt kein unredlicher Menſch, aber ich befürchte, er iſt ein Narr, ein Narr ohne Ge⸗ danken und Erinnerung, ein Narr zum Binden, glaubt mir. Obgleich noch nicht boshaft, iſt er doch mindeſtens gefährlich. Ich bin nicht die Einzige, die ihn hier ge⸗ ehen hat, alle Eure Leute legen Zeugſchaft ab. Er hat wirklich die zehntauſend Thaler empfangen. Meiſter


