Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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gegeben hatten, zu zügeln und zu discipliniren. Alles endlich, was man von Menſchen fordern konnte, deren Handwerk der Krieg nicht iſt, haben wir, wie ich glaube, gethan. Wir hofften auch, der König, unſer Herr, würde bald an ſeine braven Bürger von Saint⸗Quen⸗ tin denken und uns ſchleunigſt Hülfe ſchicken. Dies geſchah. Der Connetable von Montmorency eilte her⸗ bei, um die Truppen von Philipp II. von hier zu ver⸗ jagen, und wir dankten Gott und dem König. Doch der unſelige Saint⸗Laurent⸗Tag hat in wenigen Stunden unſere Hoffnungen zerſtört. Der Conne⸗ table wurde gefangen genommen, ſein Heer vernichtet, und wir ſind nun verlaſſener als je. Es ſind ſeitdem fünf Tage abgelaufen, und der Feind hat dieſe fünf Tage benützt. Drei heftige, hartnäckige Stürme haben uns mehr als zweihundert Mann und ganze Mauer⸗ flügel gekoſtet. Die Kanonen hören nicht mehr auf zu donnern, und ſie begleiten ſogar meine Worte. Wir wollen fie jedoch nicht hören, und wir horchen nur nach der Seite von Paris, ob nicht irgend ein Geräuſch uns eine neue Hülfe verkündige. Doch nichts! Die letzten Quellen ſind, wie es ſcheint, für den Augenblick erſchöpft. Der König läßt uns im Stich und hat etwas ganz Anderes zu thun, als an uns zu denken.

Er muß dort ſammeln, was ihm an Kräften bleibt; er

muß das Königreich vor einer Stadt retten, und wenn er zuweilen noch die Augen und den Geiſt gegen Saint⸗ Quentin wendet, ſo thut er es, um ſich zu fragen, ob ſein Todeskampf Frankreich Zeit laſſen werde, zu leben. Doch Hoffnung, doch Ausſichten auf Rettung und Hülfe gibt es für uns jetzt nicht mehr, theure Mitbürger und Freunde. Herr von Rambvuillet und Herr von Laur⸗ ford haben die Wahrheit geſprochen. Die Mauern und die Soldaten fehlen uns, unſere alte Stadt ſtirbt, und wir find verlaſſen, in Verzweiflung, verloren!.

„Ja! ja!“ rief einſtimmig die Verſammlung,„man muß ſich ergeben.“