Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

⸗ E m ig

ig ⸗

45

iſt, die wenigen Streitkräfte, die uns bleiben, und dieſe Trümmer unſerer muthigen Kriegsleute zu wagen, welche noch ſo wirkſam zu Erhaltung anderer Plätze und vielleicht zur Erhaltung des Vaterlandes dienen

können.“

Die ganze Verſammlung unterſtützte und billigte dieſe Worte durch ihr Gemurmel, und der Ruf der Menge, welche ſich um das Rathhaus drängte, erläu⸗ terte dieſelben noch viel beredter.

Doch nun rief eine Donnerſtimme:

„Stille!“

Und es ſchwiegen in der That Alle, denn derje⸗ nige, welcher ſo laut und ſo feſt ſprach, war Jean Peu⸗ goh, der Altmeiſter der Weberzunft, ein ſehr geachteter, und ein wenig gefürchteter Bürger der

d

Jean Peugoy war das Muſterbild jener braven bürgerlichen Race, welche ihre Stadt zugleich wie eine Mutter und wie ein Kind liebte, ſie anbetete und ſchmälte, für ſie lebte und im Fall der Noth für ſie ſtarb. Für den ehrlichen Webermeiſter gab es auf der Welt nur Frankreich und in Frankreich nur Saint⸗ Quentin. Niemand kannte, wie er, die Geſchichte und die Ueberlieferungen der Stadt, die alten Gebräuche und die alten Legenden. Es gab kein Quartier, keine Straße, kein Haus, das in der Gegenwart und in der Vergangenheit etwas Verborgenes für Jean Peugoy hatte. Er war der eingefleiſchte Bürgersmann. Seine Werkſtätte war der zweite Marktplatz, und ſein hölzer⸗ nes Haus in der Rue Saint⸗Martin das zweite Rath⸗ haus. Dieſes ehrwürdige Haus machte ſich durch ein ziemlich ſeltſames Schild bemerkbar: durch ein bekränz⸗ tes Weberſchiff zwiſchen dem Geweih eines Zehnenders. Einer von den Ahnen von Jean Peugoy(denn Jean

Peugoy zählte Ahnen wie ein Edelmann!), ein Weber

wie er, wie ſich von ſelbſt verſteht, und dabei ein be⸗ rühmter Bogenſchütze hatte auf mehr als hundert