würde ich ſagen:„„Dieſe zwei Tage können der Armee geſtatten, ſich hinter uns zu organifiren, dieſe zwei Tage können das Vaterland retten, laſſen wir die letzte Mauer und den letzten Mann fallen, und ergeben wir uns nicht.“ Doch ich bin überzeugt, daß der erſte Sturm, der vielleicht in einer Stunde ſtattfindet, uns dem Feinde preisgeben wird. Muß man es alſo nicht vorziehen,
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da es noch Zeit iſt, durch eine Capitulation das zu ret⸗
ten, was ſich von der Stadt retten läßt, und wenn wir die Niederlage nicht vermeiden können, wenigſtens die Plünderung zu vermeiden?“
„Ja, ja, ſo iſt es; gut geſprochen: das iſt der ein⸗ zige vernünftige Beſchluß, den man faſſen kann,“ mur⸗ melte die Verſammlung.
„Nein, nein, meine Herren,“ rief der Admiral,„es handelt ſich hier nicht um die Vernunft, ſondern um das Herz. Daß ein einziger Sturm den Spanier in
den Platz bringen ſoll, während wir ſchon fünf zurück⸗
geſchlagen haben, kann ich übrigens nicht glauben. Sprecht, Laurford, Ihr, der Ihr die Leitung der Arbei⸗ ten und der Gegenminen habt, nicht wahr, die Feſtungs⸗
werke find in hinreichend gutem Zuſtand, um noch lange
zu halten? Sprecht offenherzig, macht die Dinge nicht beſſer und nicht ſchlimmer, als ſie ſind, wir haben uns verſammelt, um die Wahrheit kennen zu lernen, und die Wahrheit iſt es, was ich fordere.“
„Ich will ſie Euch alſo ſagen,“ ſprach der In⸗ genieur Lauxford,„oder vielleicht die Umſtände werden ſie Euch beſſer als ich und ohne Schmeichelei ſagen. Hiezu wird genügen, daß Ihr mit mir im Geiſt die verwundbaren Punkte der Wälle unterſucht. Herr Ad⸗ miral, vier Thore ſind zu dieſer Stunde dem Feinde
eöffnet, und ich wundere mich, wenn ich es geſtehen pl. daß er noch nicht davon Gebrauch gemacht hat. Erſtens iſt auf dem Boulevard Saint⸗Martin die Breſche
ſo breit, daß zwanzig Mann neben einander durchpaſ⸗
ſiren können. Wir hahen dort mehr als zweihundert
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