Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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den Spanier nur bei der äußerſten Nothwendigkeit ein⸗ laſſen. Er wußte, daß jeder Tag Aufſchub, ſo ſchmerz⸗ lich er auch den armen Belagerten war, die Rettung des Königreiches ſein konnte. Doch was vermochte er ge⸗ gen die Entmuthigung und das Gemurre einer ganzen Bevölkerung? Der Krieg außen geſtattete keine Chan⸗ cen eines Kampfes im Innern, und wenn die Bewohner von Saint⸗Quentin ſich eines Tags weigerten, die Ar⸗ beiten zu verrichten, die man von ihnen ebenſo gut, als von den Soldaten verlangte, ſo wurde jeder Widerſtand unnütz, und man hatte nur noch Philipp Il. und ſeinem General Emanuel Philibert von Savoyen die Schlüſ⸗ ſel der Stadt und den Schlüſſel von Frankreich zu übergeben.

Doch ehe es ſo weit kam, wollte Coligny einen letz⸗ ten Verſuch machen, und deshalb hatte er dieſe Ver⸗ ſammlung der Vornehmſten der Stadt zuſammenberufen, welche uns vollends über den verzweifelten Zuſtand der Feſtungswerke und beſonders über den Zuſtand dieſes beſten Feſtungswerkes, belehren wird.

Auf die Rede, mit der der Admiral die Sitzung eröffnete, indem er an die Vaterlandsliebe derjenigen appellirte, welche ihn umgaben, antwortete man nur durch ein düſteres Stillſchweigen. Dann rief Gaſpard von. Coligny unmittelbar den Kapitän Oger, einen von den braven Edelleuten auf, die ihm gefolgt waren. Er hoffte, mit den Officieren beginnend, die Bürger zum Widerſtand nachzuziehen. Doch die Anſicht des Kapi⸗ tän Oger war leider nicht die, welche der Admiral er⸗ wartete.—

„Da Ihr mir die Ehre erweiſt, mich um meine Meinung zu fragen, Herr Admiral,“ ſprach der Kapi⸗ tän,„ſo werde ich ſie Euch mit Betrübniß, aber offen⸗ herzig ſagen. Saint⸗Quentin kann nicht länger wider⸗ ſtehen. Wenn wir die Hoffnung hätten, uns nur acht Tage, nur vier Tage, nur zwei Tage zu halten, ſö