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Jaeinthe hatte ihre Gebieterin begleitet; doch De⸗ niſe, die zweite Kammerfrau, war geblieben, und ſie empfing Gabriel.
„Ah! Herr d'Ermés!“ rief ſie,„ſeid willkommen! Bringt Ihr mir zufällig Nachricht von meiner guten Gebieterin?“
„Ich komme im Gegentheil, um bei Euch mich zu erkundigen, Deniſe,“ erwiederte Gabriel.
„Ah! heilige Jungfrau! ich weiß ganz und gar nichts, und Ihr ſeht mich gerade ſehr beunruhigt.“
„Und warum dieſe Unruhe, Deniſe?“ fragte Gab⸗ riel, der ſelbſt ſehr unruhig zu werden anfing.
„Wie!“ verſetzte die Joſe,„Ihr wißt ohne Zwei⸗ fel nicht, wo ſich Frau von Caſtro befindet?“
„Ich weiß es durchaus nicht, Deniſe, und hoffte es von Euch zu erfahren.“.
„Jeſus! gnädiger Herr, hat ſie ſich nicht vor einem Monat entſchloſſen, den König um Erlaubniß zu bitten, ſich ins Kloſter zurückziehen zu dürfen?“
„Dies iſt mir bekannt, hernach?“
„Hernach! das iſt gerade das Furchtbare, denn wißt Ihr, welches Kloſter ſie gewählt hat? das der Benedictinerinnen, deſſen Superiorin ihre alte Freun⸗ din, Schweſter Monica, iſt, in Saint⸗Quentin, gnädiger Herr! in Saint⸗Quentin, welches gegenwärtig belagert wird, oder gar ſchon von dieſen heidniſchen Spaniern und Engländern genommen worden iſt. Sie war noch nicht vierzehn Tage dort ungekommen, gnädiger Herr, als die Belagerung des Platzes begann.“
„Oh!“ rief Gabriel,„in dem Allem iſt der Finger Gottes, er belebt immer den Sohn durch den Lieben⸗ den und verdoppelt ſo meinen Muth und meine Kräfte. Ich danke, Deniſe, das iſt für Deine gute Auskunft,“ fügte er bei, indem er ihr eine Börſe in die Hände „Bete zu Gott für Deine Gebieterin und für mich.


