Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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und ich gebe Euch mein Ehrenwort als König und Edelmann, daß ich thun werde, was Ihr wollt.“

Gabriel verbeugte ſich mit freudigem Herzen vor dem König und vor der Herzogin, und ging dann hinaus, ohne ein Wort zu ſprechen, als hätte er, nach⸗ dem er erlangt, was er wünſchte, keine Minute mehr zu verlieren.

„Endlich iſt er fort!“ ſprach Heinrich, indem er, wie von einer ungeheuren Laſt befreit, athmete.

„Sire,“ ſagte Frau von Poitiers,„beruhigt und bewältigt Euch. Ihr hättet Euch beinahe vor dieſem Menſchen verrathen.“

„Es iſt nicht ein Menſch, Madame, es iſt meine Reue, welche lebt, es iſt mein Gewiſſen, welches ſpricht,“ erwiederte der König.

„Wohl, Sire,“ verſetzte Diana, die ſich wieder erholte,„Ihr habt Recht gehabt, dieſem Gabriel ſeine Bitte zu bewilligen und ihn dahin zu ſchicken, wohin er geht; denn wenn ich mich nicht ſehr täuſche, wird Eure Reue vor Saint⸗Quentin ſterben und Ihr werdet von Eurem Gewiſſen frei ſein.“

Der Cardinal von Lothringen kehrte in dieſem Au⸗ genblick mit dem Briefe zurück, den er an ſeinen Bru⸗ der geſchrieben hatte, und der König fand nicht Zeit, zu antworten.

Als Gabriel mit leichtem Herzen vom König weg⸗ ging, hatte er nur einen Gedanken in der Welt, und nur einen Wunſch: voll Hoffnung diejenige wiederzu⸗ ſehen, welche er voll Angſt verlaſſen hatte; Diana von Caſtro Alles zu ſagen, was er nun von' der Zukunft erwartete, und aus ihren Blicken den Muth zu ſchö⸗ pfen, deſſen er ſo ſehr bedürfen ſollte.

Er wußte, daß ſie in ein Floſter gegangen war, doch in welches Kloſter? Ihre Frauen waren ihr viel⸗ leicht nicht gefolgt, und er wandte ſich nach der Woh⸗ nung, die ſie früher im Louvre inne gehabt hatte, um Jaeinthe zu befragen.