Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Der durchdringende Blick von Frau Diana verlor hier ſeine Mühe. Sie erwiederte das, was im Ganzen ein Compli⸗ ment ſein konnte, durch eine leichte Verbeugung des Kopfes. „Erlaubt mir nun eine Frage,“ ſprach ſie ſodann.

„Es iſt nur ein Umſtand, der meine Neugierde reizt.

Wie könnt Ihr, der Ihr noch ſo jung, im Beſitze eines achtzehnjährigen Geheimniſſes ſein?“ „Ich werde Euch um ſo lieber antworten, Mada⸗

me,“ ſprach Gabriel ernſt und düſter,„als meine Ant⸗

wort dazu dienen ſoll, Euch von dem Dazwiſchentritt Gottes bei dem Allem zu überzeugen. Ein Stallmei⸗ ſter meines Vaters, Perrot Avrigny, der bei den Er⸗ eigniſſen, welche das Verſchwinden des Grafen herbei⸗ führten, getödtet wurde, iſt mit der Erlaubniß Gottes aus ſeinem Grabe erſtanden und hat mir das, was ich Euch geſagt habe, mitgetheilt.“

Bei dieſer Antwort, welche mit feierlichem Tone gegeben wurde, richtete ſich der König bleich und mit keuchender Bruſt hoch auf, und ſelbſt Frau von Poi⸗ tiers konnte ſich, trotz ihrer ſtählernen Nerven, eines Schauers nicht erwehren. In jener abergläubiſchen Zeit, wo man gern an Erſcheinungen und Geſpenſter glaubte, mußte das Wort von Gabriel, mit der Ueber⸗ zeugung der Wahrheit geſprochen, in der That furcht⸗ bar für zwei geängſtigte Gewiſſen ſein.

„Das genügt, mein Herr,“ ſprach der König haſtig und mit bewegter Stimme,„ich bewillige Euch Alles, was Ihr von mir verlangt. Geht! geht!“

„Ich kann alſo auf der Stelle, dem Worte Eurer Majeſtät vertrauend, nach Saint⸗Quentin aufbrechen?“ verſetzte Gabriel.

„Ja, reiſt, mein Herr,“ ſprach der König, der trotz der ermahnenden Blicke von Diana große Mühe hatte, ſich von ſeiner Unruhe zu erholen;„reiſt auf der Stelle ab, thut, was Ihr uns verſprochen haht,

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