Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Wort von Herrn d'Ermés, der, wie mir ſcheint, ein redlicher und ganz ritterlicher Edelmann iſt, glauben

müſſen? Ob ſeine Bitte begründet iſt oder nicht, weiß

ich nicht, und das Stillſchweigen Eurer Majeſtät in dieſer Hinſicht erlaubt weder mir, noch irgend Jemand, etwas zu behaupten, und läßt alle Zweifel hierüber beſtehen. Doch nach meiner unmaßgeblichen Anſicht, Sire, kann man ein ſo edles Anerbieten nicht zurück⸗ weiſen, und wenn ich an Eurer Stelle wäre, ſo würde ich Herrn d'Ermés mein königliches Wort verpfänden, daß ich ihm, wenn er ſeine heldenmüthigen und aben⸗ teuerlichen Verſprechungen verwirklicht, jede Gnade be⸗ willigen werde, die er dagegen verlangen dürfte.“

„Ah! Madame, das iſt Alles, was ich wünſche!“ ſprach Gabriel.

„Doch noch ein letztes Wort,“ ſagte Diana, indem ſie ihren durchdringenden Blick auf den jungen Mann heftete:„Wie und warum habt Ihr Euch entſchloſſen, von einem Geheimniß, das mir wichtig zu ſein ſcheint, vor einer Frau zu ſprechen, welche vielleicht ziemlich indiscret und, wie ich denke, dieſem ganzen Geheimniß völlig fremd iſt?“

„Ich hatte zwei Gründe, Madame,“ antwortete Gabriel mit vollkommener Kaltblütigkeit.„Einmal dachte ich, es könnte und müßte kein Geheimniß für Euch im Herzen Seiner Majeſtät beſtehen. Ich theilte Euch alſo nur mit, was Ihr ſpäter erfahren hättet, oder ſchon wußtet. Sodann hoffte ich, was auch ge⸗ ſchehen iſt, Ihr würdet die Gnade haben, mich beim König zu unterſtützen, Ihr würdet ihn antreiben, mich zu dieſer Prüfung abzuſenden, und Ihr, eine Frau, würdet abermals, wie Ihr es ſtets ſein mußtet, auf der Partei der Milde ſein.“

Es wäre dem aufmerkſamſten Beobachter unmöglich geweſen, in dem Tone von Gabriel die geringſte iro⸗ niſche Abſicht, und in ſeinen unempfindlichen Zügen

das mindeſte Lächeln der Verachtung herauszufinden.—

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