Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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die ich nicht zu vertheidigen im Stande geweſen bin. Gott, mein Vater und Ihr könnt nicht mehr von mir verlangen. Mein Geſchick wird dann in dem Sinne in Erfüllung gegangen ſein, den der Herr gewollt hat: mein Vater wird im Kerker ſterben, wie ich auf dem Schlachtfelde ſterbe, und Ihr werdet natürlich zu glei⸗ cher Zeit von der Schuld und dem Gläubiger befreit ſein.“

„Was er ſagt, iſt wenigſtens richtig!“ flüſterte Diana dem nachdenkenden König ins Ohr.

Dann ſprach ſie zu Gabriel, während Heinrich immer noch ſein träumeriſches Stillſchweigen beobachtete:

„Iſt es in dem Fall, daß Ihr unterligen und Euer Werk unerfüllt laſſen würdet, mein Herr, nicht ſchwer anzunehmen, es werde Euch kein Erbe Eurer Schuldforderung, kein Vertrauter Eures Geheimniſſes überleben?“

„Ich ſchwöre Euch bei dem Heile meines Vaters, daß, wenn ich ſterbe, Alles mit mir ſterben, und daß Niemand das Recht oder die Macht haben wird, Seine Majeſtät hierüber zu beläſtigen. Ich unterwerfe mich zum Voraus den Plänen Gottes, wie Ihr, Sire, ſeinen

Dazwiſchentritt anerkennen müßt, wenn er mir die er⸗

forderliche Kraft verleiht, mein großes Vorhaben zu erfüllen. Sterbe ich, ſo ſpreche ich Euch von jeder Verbindlichkeit, ſowie von jeder Verantwortung, we⸗ nigſtens gegen die Menſchen, frei; denn die Rechte des Allerhöchſten ſind unverjährbar.“

Heinrich bebte; doch dieſe von Natur unentſchloſ⸗ ſene Seele wußte nicht, wozu ſie ſich entſcheiden ſollte, und der ſchwache Fürſt wandte ſich gegen Frau von Poitiers, als wollte er von ihr Rath und Beiſtand fordern. 6 Dieſe begriff ſeine Unentſchloſſenheit, an welche ſie gewöhnt war, und ſprach mit einem ſeltſamen ächeln:

„Iſt es nicht Eure Anſicht, Sire, daß wir an das