Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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hören, und dieſe Ungerechtigkeit gleicht ſehr der Rache... Ich, ſein Sohn, appellire alſo laut vor dem Adel Frankreichs gegen den geheimen Spruch, der ihn ge⸗ troffen; ich werde öffentlich Allem, was ein Schwert führt, die Verletzung kundthun, welche uns Allen in der Perſon eines Edelmanns zugefügt worden iſt.““

Heinrich machte eine Bewegung.

„Ich ſage Euch das nicht, Sire,“ fuhr Gabriel fort.„Ich weiß, daß es äußerſte Nothwendigkeiten gibt, welche ſtärfer ſind als das Geſetz und das Recht. Ich ehre, wie ſie ohne Zweifel mein Vater ehren würde, die Geheimniſſe einer ſchon fern von uns liegenden Vergangenheit. Ich bitte Euch nur, mir zu erlauben, durch eine glorreiche und befreiende Handlung den Reſt der Strafe meines Vaters abzukaufen. Als Löſegeld biete ich Euch an, Saint⸗Ouentin eine Woche lang von dem Feinde frei zu halten, und wenn das nicht genügt, den Verluſt von Saint⸗Ouentin dadurch aus⸗ zugleichen, daß ich den Engländern oder auch den Spa⸗ niern eine andere Stadt abnehme! Das iſt im Ganzen wohl die Freiheit eines Greiſes werth. Nun! ich werde das thun, Sire, und noch mehr, denn die Sache, welche meinen Arm bewaffnet, iſt rein und heilig, mein Wille iſt ſtark und kühn, und ich fühle, daß Gott mit mir ſein wird.“

Frau Diana konnte ſich eines ungläubigen Lächelns vor dieſem heldenmüthigen Vertrauen eines iceß

Mannes nicht erwehren, das ſie nicht kannte und nich zu begreifen vermochte.

„Ich verſtehe Euer Lächeln, Madame,“ ſprach Gabriel mit einem thigen Blick;„Ihr glaubt, ich werde dieſer großen Aufgabe unterliegen, nicht wahr? Mein Gott! das iſt möglich. Es iſt möglich, daß meine Ahnungen mich trügen. Doch dann werde ich ſterben! Ja, Madame, ja, Sire, wenn die Feinde

vor Ablauf von acht Tagen in Saint⸗Quentin eindrin⸗

gen, ſo laſſe ich mich auf.der Breſche der Stadt tödten,