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für alle Gefühle und Mitleid für jedes Unglück, und als der König, nachdem der Cardinal hinausgegangen, troſtlos in ſeinen Lehnſtuhl zurückfiel und, die Stirne in ſeinen Händen, ausrief:
„O Saint⸗Quentin, auf dir beruht nun das Schickſal Frankreichs. Saint⸗Quentin, meine gute Stadt, wenn du nur noch acht Tage Widerſtand zu leiſten vermöchteſt! Herr von Guiſe hätte Zeit, zurück⸗ zukehren, die Vertheidigung ließe ſich hinter deinen treuen Mauern organiſiren! während, wenn ſie fallen, der Feind gegen Paris marſchirt und Alles verloren iſt. Saint⸗Luentin, ich gäbe dir für jede deiner Stun⸗ den des Widerſtands ein Privilegium, und für jeden deiner eingeſtürzten Steine einen Diamant, wenn du nur noch acht Tage widerſtehen könnteſt!“
„Sire, es wird widerſtehen, und zwar mehr als acht Tage,“ ſprach Gabriel vorſchreitend.
Er hatte ſeinen Entſchluß gefaßt, einen erhabenen Entſchluß!
„Herr d'Ermos!“ riefen gleichzeitig Heinrich und Diana, der König mit Erſtaunen, Diana mit Ver⸗ achtung.
„Wie kommt Ihr hierher, mein Herr?“ fragte der König mit ſtrengem Tone.
„Sire, ich bin mit Seiner Eminenz eingetreten.“
„Das iſt etwas Anderes,“ verſetzte Heinrich.„Doch was ſagtet Ihr, Herr d'Ermès? Ich glaube, Saint⸗
uentin könnte widerſtehen?“
„Ja, Sire, und Ihr ſagtet, wenn es widerſtände, ſo würdet Ihr ihm Freiheiten und Reichthümer geben.“
„Ich wiederhole es,“ ſprach der König.
„Wohl, Sire, würdet Ihr das, was Ihr der Stadt, die ſich vertheidigte, zu bewilligen geneigt ſeid, dem Mann verweigern, der ſie zur Vertheidigung be⸗ wegen, der der ganzen Stadt ſeinen energiſchen Willen einflößen und ſie nicht eher übergeben würde, als bis der letzte Mauerflügel unter der feindlichen Kanone ge⸗
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