Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Gott beſchütze Frankreich!“ ſprach der Cardinal, „doch wir ſind nun beim König und wir werden ſehen, was er thun will, um ſich ſelbſt zu beſchützen.“

Die Wachen verbeugten ſich vor dem Cardinal und ließen ihn natürlich vorüber, ihn den nothwendigen Mann nach der Lage der Dinge und denjenigen, deſſen Bruder allein noch das Land retten konnte. Karl von Lothringen trat, gefolgt von Gabriel, ohne Widerſtand beim König ein, den er allein mit Frau von Poitiers und ganz in Beſtürzung fand. Als Heinrich den Car⸗ dinal ſah, ging er ihm voll Eifer entgegen und ſprach:

„Eure Eminenz ſei willkommen! Nun! Herr von Lothringen, welch eine gräßliche Kataſtrophe! Ich frage Euch, wer hätte das geglaubt?“

„Ich, Sire,“ antwortete der Cardinal,„wenn mich Eure Majeſtät vor einem Monat, zur Zeit des von Herrn von Montmorency, gefragt itte

„Keine leere Anſchuldigung, mein Vetter,“ erwie⸗

derte der König;„es handelt ſich nicht um die Ver⸗

gangenheit, ſondern um die ſo bedrohliche Zukunft, um die ſo gefahrvolle Gegenwart. Der Herr Herzog von auf der Rückkehr aus Italien begriffen, nicht wahr?“.

„Ja, Sire, und er muß nun in Lyon ſein.“ „Gvott ſei gelobt!“ rief der König.„Herr von

Lothringen, in die Hände Eures erhabenen Bruders lege

ich das Heil des Staates. Habet, Ihr und er, für dieſes glorreiche Ziel Vollmacht und ſouveräne Gewalt. Seid Könige wie ich und mehr als ich. Ich habe ſelbſt an Herrn von Guiſe geſchrieben, um ſeine Rück⸗ kunft zu beſchleunigen. Hier iſt der Brief. Eure Emi⸗ nenz wolle die Güte haben, auch zu ſchreiben, ihrem Bruder unſere Lage zu ſchildern und ihm zu bemerken, wie nothwendig es iſt, keine Minute zu verlieren, wenn man Frankreich noch bewahren will. Sagt Herrn von

Guiſe, daß ich mich ganz auf ihn verlaſſe Schreibt,