Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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zeigte er eben ſo viel Weisheit und Klugheit„als das kühne Vorhaben zuließ, für das er ſich eniſchieden hatte.

Die Umſtände ſollten ihm übrigens einen uner⸗ warteten Beiſtand gewähren.

Als er gefolgt von Martin⸗Guerre, diesmal gefolgt vom wahren Martin⸗Guerre, in den Hof des Louvre kam, bemerkte Gabriel eine ungewöhnliche Bewegung; doch er hatte zu ſtarr ſeinen eigenen Gedanken im Auge, um aufmerkſam die geſchäftigen Gruppen und die betrübten Geſichter zu bekrachten, welche ſich ſeinen ganzen Weg entlang wahrnehmen ließen.

Nichtsdeſtoweniger mußte er eine Sänfte mit dem Wappen der Guiſen erkennen und den Cardinal von Lothringen grüßen, welcher in großer Aufregung aus dieſer Sänfte ausſtieg.

„Ei! Ihr ſeid hier, Herr Vicomte d'Ermès?“ ſprach Karl von Lothringen,„Ihr ſeid alſo gänzlich wiederhergeſtellt? deſto beſſer! deſto beſſer! Mein Herr Bruder erkundigte ſich erſt in ſeinem letzten Briefe mit großer Theilnahme nach Euch.“

„Monſeigneur, ſo viel Güte!...“ erwiederte Gabriel.

„Ihr verdient ſie für ſo viel Tapferkeit!“ ſprach der Cardinal.„Doch wohin geht Ihr ſo raſch2“

„Zum König, Monſeigneur.“

„Hm! der König hat ganz andere Geſchäfte, als Euch zu empfangen, mein junger Freund. Hört, ich begebe mich auch zu Seiner Majeſtät, welche ſo eben nach mir verlangt hat. Gehen wir mit einander hin⸗ auf, ich führe Euch ein, und Ihr leiht mir Euren jungen Arm. Hülfe für Hülfe. Das iſt es, was ich ſogleich Seiner Majeſtät ſagen werde, denn Ihr habt wohl die traurige Kunde vernommen?“

„Wahrhaftig, nein!“ antwortete Gabriel;„ich komme ſo eben von Hauſe und habe in der That nur eine gewiſſe Bewegung bemerkt.“

„Ich glaube es wohl!“ verſetzte der Cardinal.