Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Er war todt.

„Den Reſt des Abends hrachte ich im Gebet und in Thränen hin. Doch ich wohnte wie gewöhnlich Eu⸗ rem Schlafengehen bei, gnädiger Herr. Es wunderte ſich indeſſen Niemand über meinen Schmerz. Die Be⸗ ſtürzung war allgemein im Haus, und die treuen Die⸗ ner beweinten insgeſammt den Grafen und ihren guten Kameraden Perrot.

„Gegen zwei Uhr Nachts ließ ſich kein Geräuſch mehr vernehmen, und ich allein wachte. Ich wuſch das Blut ab, mit dem der Körper meines Mannes bedeckt war, ich hüllte ihn in ein Tuch, empfahl mich Gott, und trug die theure Laſt hinab, welche meinem Herzen noch ſchwerer war, als meinem Arm. Wenn meine Kräfte mich verließen, kniete ich zu dem Leichnam nie⸗ der und betete.

„Endlich, nach Verlauf einer ewig langen halben Stunde, gelangte ich zu der Thüre des Gewölbes. Als ich ſie nicht ohne Mühe öffnete, löſchte ein eiſiger Wind meine Lampe aus und erſtickte mich beinahe. Nichts⸗ deſtoweniger kam ich wieder zu mir, zündete meine Lampe abermals an und legte den Körper meines Gat⸗ ten in ein offen und leer gebliebenes Grab, das ſeiner zu harren ſchien; dann, nachdem ich zum letzten Male ſein Leichentuch geküßt hatte, ließ ich den ſchweren marmornen Deckel herabfallen, der mich für immer von dem theuren Gefährten meines Lebens trennte. Das Geräuſch des Steines auf dem Stein verurſachte mir einen ſolchen Schrecken, daß ich mir kaum Zeit ließ, die Thüre des Gewölbes wieder zu ſchließen, die Flucht ergriff, und erſt in meinem Zimmer wieder anhielt, wo ich halbtodt auf einen Stuhl niederſank. Doch ich mußte vor Tag noch die blutigen Tücher verbrennen, welche mich hätten verrathen können. Als der Morgen erſchien, war mein hartes Geſchäft beendigt, und es blieb nicht eine Spur von den Ereigniſſen des vorher⸗

gehenden Tages und der Nacht übrig. Ich hatte Alles

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