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in das alte Grabgewölbe der Herren von Briffac, de⸗ nen dieſes Hotel einſt gehörte. Niemand dringt mehr in dieſe verlaſſene Gruft, und Du findeſt den verroſte⸗ ten Schlüſſel dazu in der großen Kiſte im Zimmer des Grafen. Ich werde ſomit ein geweihtes Grab haben, und obgleich ein einfacher Stallmeiſter unwür⸗ dig iſt, unter ſo vielen vornehmen Herren zu ruhen, ſo gibt es doch nach dem Tode nur Chriſten, nicht wahr?“
„Da der arme Perrot einer Ohnmacht nahe war und darauf drang, daß ich ihm mein Wort gebe, ſo verſprach ich ihm, was er wollte. Gegen Abend be⸗ mächtigte ſich ſeiner das Delirium, dann folgten furcht⸗ bare Schmerzen. Ich zerſchlug mir die Bruſt aus Verzweiflung, daß ich ihn nicht erleichtern konnte; doch er bedeutete mir durch ein Zeichen, es wäre Alles ver⸗ geblich.
„Vom Fieber und von gräßlichen Leiden verzehrt, ſagte er zu mir:
„„Aloyſe, gib mir zu trinken; nur einen Tropfen.““
„Ich hätte ihm in meiner Unwiſſenheit ſchon etwas
geboten, um dieſen glühenden Durſt zu ſtillen, an dem er, wie er ſagte, litt; doch er hatte mich immer zu⸗ rückgewieſen. Ich holte daher eiligſt ein Glas, das ich ihm reichte.
„Che er es nahm, ſprach er zu mir:
„„Aloyſe, einen letzten Kuß und ein letztes Gott befohlen! und erinnere Dich, erinnere Dich!““
„Ich bedeckte ſein Geſicht mit Küſſen und Thrä⸗ nen. Er verlangte ſodann von mir das Crucifix, hielt ſeine ſterbenden Lippen auf die Nägel des Kreuzes Jeſu und ſprach nur noch:
„„O mein Gott! o mein Gott!““
„Nachdem er mir ſchwach und zum letzten Male die Hand gedrückt hatte, nahm er das Glas, das er
mir bot. Er trank einen Mund voll, zuckte heftig auf—
und fiel auf ſein Kopfkiſſen zurück.
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