Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Trotz der Kälte, gnädiger Herr, hatte mich die Unruhe die ganze Nacht am offenen Fenſter gehalten. Beim erſten Ruf von Perrot lief ich an die Thüre und öffnete ihm.

„Stille, bei Deinem Leben!““ ſagte er,„„hilf mir in unſer Zimmer hinaufſteigen, aber hüte Dich vor je⸗ dem Schrei, vor jedem Wort.““

„Er ſchritt fort, unterſtützt von mir, die ich, ob⸗ ſchon ich ihn verwundet ſah, doch ſeinem Verbote ge⸗ mäß nicht zu ſprechen wagte und nur in der Stille weinte. Als wir oben waren, und ich ihm ſeine Klei⸗ der und ſeine Waffen abgenommen hatte, bedeckte das Blut des Unglücklichen meine Hände, und ſeine Wun⸗

den erſchienen mir breit und gähnend. Er kam meinem Ausruf durch eine gebieteriſche Geberde zuvor und

nahm auf dem Bett die Stellung, die ihn am wenig⸗ ſten leiden machte.

„„Gib mindeſtens zu, daß ich einen Wundarzt holen laſſe,““ ſagte ich ſchluchzend.

„„Unnöthig!““ erwiederte er,„„Du weißt, daß ich mich ein wenig auf die Kunſt der Aerzte verſtehe. Eine von meinen Wunden, die unter dem Hals, iſt tödtlich, und ich glaube, ich würde ſchon nicht mehr leben, wenn nicht etwas Stärkeres als der Schmerz mich aufrecht erhalten, und wenn nicht Gott, der die Mörder und Verräther beſtraft, mein Ende um einige Stunden verlängert hätte, damit ich ſeinen zukünftigen Plänen diene. Bald wird mich das Fieber faſſen, und

Alles wird abgemacht ſein. Kein Arzt in der Welt

vermag etwas hiegegen.““ „„Er ſprach mit peinlicher Anſtrengung. Ich flehte ihn an, ein wenig zu ruhen. „„Du haſt Recht,““ ſagte er,„„ich muß meine letten Kräfte ſchonen. Gib mir nur Schreibzeug.““ „Ich brachte ihm, was er verlangte. Doch er hatte nicht bemerkt, daß ihm durch einen Degenſtoß die rechte Hand zerriſſen worden war. Er ſchrieb auch