Die heiden Dianen. n. 2
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der der Wache, welche Herr von Montgommery ge⸗ tödtet hatte. Ohne Zweifel hatte man meinen armen Mann auch für todt gehalten.
„Er verſuchte es, aufzuſtehen; doch nun erwachte der furchtbare Schmerz ſeiner Wunden. Indem er je⸗ doch alle ſeine Kräfte mit übermenſchlichem Muthe zu⸗ ſammenraffte, gelang es ihm, ſich zu erheben und einige Schritte zu thun. In dieſem Augenblick zer⸗ ſtreute der Schein einer Stocklaterne den tiefen Schatten, und Perrot ſah zwei Männer von unheimlichem Aus⸗ ſehen, welche Grabſcheiter und Hauen bei ſich hatten, herbeikommen.
„„Man hat uns geſagt, unter der Bildſiule der
Jungfrau,““ ſprach einer von den Beiden.
„„Hier ſind unſere Männer,““ verſetzte der Andere, als er den Solhaten erblickte.„„Doch nein, es iſt nur Einer.““ 5
„„Suchen wir den Andern.““
„Die Todtengräber leuchteten mit ihrer Laterne auf dem Boden umher. Doch Perrot hatte die Kraft gehabt, ſich hinter ein Grab zu ſchleppen, das ziemlich entfernt von dem Orte war, wo ſie ſuchten.
„„Der Teufel wird unſern Mann geholt haben,““ ſagte einer von den Todtengräbern, der ein ſcherzhafter Menſch zu ſein ſchien.
„„Oh!““ entgegnete der Andere,„„ſprich keine ſolche Dinge zu dieſer Stunde und an dieſem Orte.““
„Und er bekreuzte ſich mit allen Zeichen des Schreckens.
„„Es iſt offenbar nur Einer,““ ſprach der erſte Todtengräber.„Was läßt ſich da machen? Bah! be⸗ graben wir immerhin dieſen; wir ſagen, der Andere ſei entwichen, oder man habe vielleicht ſchlecht gezählt.““
„Sie fingen an ein Grab zu graben, und Perrot, der ſich allmälig ſchwankend entfernte, hörte den heitern Todtengräber zu ſeiner Freude ſagen:
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