Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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n ſo würde er ihn keinen Schritt mehr thun aſſen. „Doch er ſah nicht und hörte nicht hinter ſich Frau von Poitiers, durch den Lärmen herbeigezogen, aus ihrem Schlafzimmer herauskommen und auf die offen gebliebene Thüre des Sprechzimmers zugehen. Sie gewahrte, daß man Herrn von Montgommery losband, der hei ihrem Anblick vor Schrecken ſtumm blieb.

„Elende! was macht Ihr da?““ rief ſie.

„„Wir gehorchen den Befehlen von Herrn von Montmorency, Madame,““ antwortete der Anführer der Sbirren,„wir binden den Gefangenen los.““

„„Unmöglich!““ verſetzte Frau von Poitiers. „„Herr von Montmorench konnte keinen ſolchen Befehl geben. Wer hat Euch dieſen Befehl überbracht?““

„Die Sbirren deuteten auf Perrot, der ſich, als er Frau Diana hörte, von Staunen und Schrecken er⸗ faßt, umgedreht hatte. Ein Strahl der Lampe ſiel auf das bleiche Geſicht des armen Perrot; Frau Diana erkannte ihn. 5

„Dieſer Menſch?““ ſagte ſie,„dieſer Menſch iſt der Stallmeiſter des Gefangenen! Seht, was Ihr thun wolltet!““

„„Eine Lüge!““ entgegnete Perrot, der noch zu leugnen ſuchte.„„Ich bin bei Herrn von Manffoll und Herr von Montmorench hat mich hierher geſchickt.““

„„Wer ſagt, er ſei von Herrn von Montmorench geſchickt?““ ſprach die Stimme eines Hinzukommenden, der kein Anderer war, als der ächte eſandte.

„„Meine braven Leute, dieſer Menſch Hier iſt der Ring und das Siegel der Montmorency, und Ihr müßt mich überdies erkennen, ich bin der Graf von Montanſier*). Wie, Ihr habt es gewagt, dieſem

*) Der junge Graf von Montanſier präludirte auf dieſe 2

Art durch die Verhaftung von Montgommerg zu der

Ermordung von Ligneroiles. Als nämlich Herr von 3